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Grüne fordern zum Wassersparen auf

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Von: red Redaktion

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Friedberg (pm). »In vielen umliegenden Gemeinden geht das Grundwasser stark zurück. Wer übernimmt Verantwortung?«, schreiben die Friedberger Grünen in einer Pressemitteilung, in der sie fordern, »die nutzlosen Diskussionen über Zuständigkeiten, Wasserrechte und Lieferverträge zu beenden«. Statt auf Vorgaben der Ovag, des Regierungspräsidiums oder der Landesregierung zu warten, sollten jetzt alle Kommunen, Betriebe, Bürger gemeinsam Wasser sparen, wo das sinnvoll möglich sei.

Noch gebe es vielerorts Handlungsspielraum, weil die Grundwasserstände in der Wetterau zwar deutlich sinken, aber noch eine Förderung erlauben würden. Ob dies im Vogelsberg auch noch gelte, sei zwischen den dortigen Gemeinden und der Ovag umstritten. Offenbar sei vielen Menschen der Ernst der Lage noch nicht bewusst, und fast alle Kommunen stellten bestenfalls Tipps zum Wassersparen bereit, kritisieren die Grünen. »Daher fordern die Vogelsberger Gemeinden, die Wasserampel auf ›Rot‹ zu stellen. Das hätte den Effekt, dass sich alle, die Wasser verbrauchen, damit umgehend befassen und sich einschränken müssten - entweder freiwillig oder z. B. mithilfe eines ›Trinkwassernotstands‹ in den jeweiligen Kommunen. Die Reaktion der Ovag, man könne eine ›rote Ampel‹ derzeit fachlich nicht begründen, wirkt da verharmlosend und fahrlässig: Es fehlt aus Sicht der Grünen eine Ampel, die den Wasserverbrauch tatsächlich bremst!«

Die Grünen fordern, dass gehandelt werde, bevor die Grundwasserversorgung akut gefährdet sei. »Für die Stadt Friedberg wurde im Juli eine Gefahrenabwehrverordnung erlassen, die es auch hier erstmalig ermöglicht, die Verschwendung von Wasser zu verbieten, wenn der Notstand eintritt, was viel zu spät ist.« Auf Initiative der Grünen hätten die Stadtverordneten daher die Verwaltung beauftragt, schnellstmöglich einen Vorschlag für eine Vorstufe der Verordnung mit ersten weniger gravierenden Einschränkungen zu erarbeiten. Verantwortung könne aber schon jetzt »jede und jeder von uns übernehmen«. Die Grünen rufen dazu auf, Wasserverschwendung zu vermeiden: »Beregnen von Rasenflächen und Gärten in der prallen Sonne und das Laufenlassen des Wasserhahns während anderer Tätigkeiten lässt sich ohne Komfortverlust vermeiden.«

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