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»Grundwasserbewirtschaftung umweltschonend«

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Von: red Redaktion

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Wetteraukreis (pm). Der verantwortungsvolle Umgang mit der Ressource Grundwasser sei der Ovag wichtig, schreibt das Unternehmen in einer Pressemittteilung. In Bezug auf das daraus gewonnene Trinkwasser bedeute das, nicht nur nachhaltig und umweltschonend mit dem Grundwasser umzugehen, sondern auch rechtzeitig und vorsorgend aktuelle und künftige Herausforderungen durch den Klimawandel beim Grundwassermanagement zu beachten und gleichzeitig eine hohe Trinkwasser-Qualität dauerhaft zu gewährleisten.

Ein wichtiges Element hierbei sei der wasserwirtschaftliche Jahresbericht, den man jetzt vorstellte.

Überbeanspruchung

vermeiden

Damit der natürliche Vorrat an Grundwasser nicht überbeansprucht werde, erfasse die Ovag täglich umfangreich Grundwasserstände und weitere Daten wie Niederschlagsmengen und stimme darauf sein Grundwassermanagement ab. Landschaftsökologische Monitorings sollen dazu beitragen, das Wechselspiel von Grundwassernutzung in der Tiefe und Feuchtbiotopen an der Oberfläche in Balance zu halten. Die Resultate sind im wasserwirtschaftlichen Jahresbericht zusammengefasst. Diesen erstellen externe Gutachter der ahu GmbH aus Aachen. Zur Vorstellung begrüßte Ovag-Vorstand Joachim Arnold Vertreter der Regierungspräsidien Darmstadt und Gießen sowie der Landkreise Wetterau und Gießen. Er bedauerte, dass die eingeladenen Vertreter der Schutzgemeinschaft Vogelsberg ihre Teilnahme abgesagt hätten.

Natascha Bäßler von der ahu erläuterte die Ergebnisse. Ihr Fazit: Die hydrogeologische Situation ist aufgrund geringer Grundwasserneubildung weiter angespannt, Monitoring und vorausschauendes Grundwassermanagement funktionieren. »Die Steuerung der Ovag garantiert ein umweltschonendes Grundwassermanagement«, sagte Bäßler. Alle wasserwirtschaftlichen Auflagen in den Gewinnungsgebieten habe man eingehalten. Um dies sicherzustellen, reduzierte die Ovag 2021 im Vergleich zum Vorjahr die Gewinnung präventiv um rund acht Prozent.

2021 sei - im Gegensatz zu den drei vorhergehenden Jahren - ein Jahr mit nahezu normalen Niederschlagsmengen gewesen. Diese und besonders die Winterniederschläge seien sehr wichtig für die Grundwasserneubildung. Die Grundwasserstände seien aber wegen der Trockenjahre 2018 bis 2020 weiter auf unterdurchschnittlichem Niveau. »Das ist jedoch immer noch deutlich besser als etwa in der Trockenperiode Mitte der 70er Jahre.«

Den landschaftsökologischen Bericht stellten die Gutachter von Meier & Weise aus Gießen vor. In den Ovag-Gewinnungsgebieten überwacht man hier etwa die Vernässungsflächen der Feuchtgebiete und nimmt FFH-Monitorings von Vegetation sowie Vogel- und Amphibienbestand vor. »In den Fördergebieten ließ sich kein negativer Einfluss des Grundwassermanagements auf die im Einflussbereich der Brunnen liegenden Feuchtgebiete erkennen«, bilanzierte Rupert Meier.

Leitungslecks

aufspüren

Franz Poltrum, Abteilungsleiter Wasser der Ovag, ging auf die Verluste im Leitungsnetz ein: »Wir tun sehr viel und investieren viel, um solche Verluste zu minimieren.« Das Aufspüren von Lecks sei nicht immer einfach, dennoch erziele man gute Ergebnisse. Als Beispiel für den hohen Aufwand nannte er den geplanten Einsatz des Smartball-Systems. Dabei spült man eine etwa tennisballgroße Kugel, ausgestattet mit Mikrofonen und Kreiselkompass, im laufenden Betrieb durch die Fernwasserleitung und entnimmt sie an festgelegten Stellen wieder. Mit den gewonnenen Daten lassen sich Lecks lokalisieren.

Mit Blick auf die 2020 eingeführte Ovag-Wasserampel sagte Arnold: »Wichtig ist, dass die Kommunen rechtzeitig dafür sorgen, dass die Trinkwassernutzung maß- und verantwortungsvoll erfolgt. Wir werden weiter vorausschauend und mit Augenmaß agieren, damit auch künftig Trinkwasser als unser Lebensmittel Nummer eins in ausreichendem Maß vorhanden ist.«

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