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Hassbotschaften: 19-Jähriger geständig

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Friedberg (sax). Beim bundesweiten Aktionstag wegen Hassbotschaften nach dem Mord an zwei Polizisten in Kusel haben die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Hessische Landeskriminalamt (LKA) auch im Wetteraukreis ermittelt (diese Zeitung berichtete).

Nach Angaben des stellvertretenden Pressesprechers der ZIT, Oberstaatsanwalt Dr. Benjamin Krause, wurde die Wohnung eines 19-Jährigen aus Friedberg durchsucht. Dieser sei kooperativ und geständig gewesen, berichtet Krause am Dienstag auf Nachfrage dieser Zeitung. »Das stellen wir häufiger fest«, sagt er. Vielen Tätern werde durch die Strafverfolgungsmaßnahmen das von ihnen begangene Unrecht bewusst. Und anscheinend zeige die Konsequenz von ZIT und Polizei Wirkung. Krause: »Bisher haben wir noch keine Wiederholungstäter gehabt.«

Am 31. Januar waren zwei Polizisten in Kusel bei einer Kontrolle erschossen worden. Am Dienstag hat der Prozess gegen die beiden Männer begonnen, die des Mordes verdächtig sind.

Den Auftakt des Verfahrens nahmen ZIT und LKA zum Anlass, bei sechs Männern zwischen 19 und 68 Jahren in Hessen Wohnungsdurchsuchungen bzw. Sicherstellungen vorzunehmen und diese zu vernehmen. Sie werden verdächtigt, auf Facebook, Instagram, Telegram und TikTok den Mord an den beiden Polizisten befürwortet beziehungsweise die getöteten Polizisten beleidigt zu haben.

Bereits am 7. April hatte es einen Aktionstag gegen Hassbotschaften im Internet gegeben. Damals waren die Behörden u. a. im Wetteraukreis gegen einen 58-Jährigen aus dem Ostkreis tätig geworden. Damals standen strafrechtlich relevante Kommentare zu den politischen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie im Mittelpunkt des Aktionstages.

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