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Hilfe bei den ersten Schritten

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Von: red Redaktion

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Europaministerin Lucia Puttrich (Mitte) lässt sich von Geschäftsführerin Heidi Nitschke und dem pädagogischen Leiter Stephan Kunz über das Projekt Vamos informieren. © pv

Friedberg (pm). Besuch von Hessens Europaministerin Lucia Puttrich hat das Projekt Vamos in Friedberg erhalten. Ziel der Initiative ist die Integration von jungen Menschen in den Arbeitsmarkt. Gefördert wird das Projekt mit Geldern des Europäischen Sozialfonds (ESF).

Das Projekt Vamos richtet sich an Menschen, die Unterstützung bei ihren ersten Schritten auf dem Arbeitsmarkt benötigen. Dabei geht es von Beginn an in erster Linie um die Förderung von Eigeninitiative. Nach Möglichkeit sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst kleinere Aufträge akquirieren, zum Beispiel Reparaturen, Gartenhilfen oder sonstige Arbeiten für soziale Einrichtungen. Um die nötigen Fertigkeiten zu erlangen, wird in der Vamos-Werkstatt Unterstützung geleistet, etwa im Bereich von Metall- oder Holzarbeiten.

Lebensläufe werden geprägt

Die Europaministerin nutzte ihren Besuch dazu, sich bei dem Verein Trockendock, der das Projekt initiiert hat, für das soziale Engagement zu bedanken. »Sie leisten hier hervorragende Arbeit und helfen jungen Menschen, sich selbst zu helfen. Damit geben Sie Starthilfe für ein besseres Leben und prägen ganze Lebensläufe«, sagte Puttrich. Diese Arbeit sei nicht selbstverständlich. Froh ist die Ministerin über die finanzielle Unterstützung aus Europa.

Das Projekt Vamos werde mit rund 95 000 Euro aus Mitteln des ESF unterstützt. Mit dem Sozialfonds habe sich die EU ein wichtiges arbeitsmarktpolitisches Instrument zur Förderung der Beschäftigung und sozialen Integration geschaffen. Projekte wie das in Friedberg fänden sich in vielen anderen Städten und Gemeinden in der ganzen Europäischen Union. »Das zeigt, dass die EU auch eine soziale Dimension hat«, betonte die Ministerin.

Der Verein Trockendock wurde bereits 1987 von Mitgliedern einer freien Selbsthilfegruppe ehemals Suchtkranker gegründet. Er verfolgt das Ziel, suchtkranke Menschen bei ihrem Versuch zu begleiten, ein Leben ohne Drogen zu führen, aus der Therapie Entlassenen die Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu erleichtern, Langzeitarbeitslosen den Wiedereinstieg in das Berufsleben zu ermöglichen und arbeitslose junge Menschen bei der Suche nach bezahlter Arbeit oder Ausbildung zu unterstützen.

Der Verein setzt sich weiterhin für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen sowie Familien in sozialen Not- oder Problemlagen ein und hilft bei der Bewältigung von persönlichen Konflikten. Außerdem kümmert er sich um Begleitung und Orientierung von Flüchtlingen.

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