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Stolz auf das Erreichte: Der Vorstand des Dekanatsrats mit (von links) Andreas Münster, Pfarrer Stefan Wanske, Pfarrer Herbert Jung und Dr. Sylvia Kerbel.

»Hohes Engagement für Zukunft der Kirche«

  • Vonred Redaktion
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Wetteraukreis (pm). Die Mitglieder der Dekanatsversammlung des katholischen Dekanats Wetterau-West haben in der jüngsten Dekanatsversammlung in der Usatalhalle Ober-Mörlen einen Schlusspunkt unter die erste Phase des Reformprojekts »Pastoraler Weg« im Bistum Mainz gesetzt - zumindest soweit es die 23 Wetterauer katholischen Pfarrgemeinden betrifft.

Mit 43 Jastimmen bei einer Neinstimme und zwei Enthaltungen haben die Mitglieder der Versammlung dem 20-seitigen »Dekanatskonzept Wetterau-West« zugestimmt.

In diesem Konzept geht es um die wichtigsten künftigen kirchlichen und seelsorgerischen Aufgaben und Schwerpunkte auf dem heutigen Gebiet des Dekanats Wetterau-West. Dieses reicht von Bad Vilbel im Süden bis nach Münzenberg im Norden - mit insgesamt rund 48 000 Katholikinnen und Katholiken.

Die Verantwortlichen hatten diesen Beratungsprozess hin zum Konzept breit angelegt, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Hierfür von Vorteil sei gewesen, dass in der westlichen Wetterau durch einen einstimmigen Beschluss der Dekanatsversammlung schon seit Januar 2020 die künftigen Pfarreistrukturen feststünden. Da habe es nahegelegen, die inhaltliche Arbeit im Rahmen der künftigen Pfarreien, deren offizieller Name erst einmal Pastoralraum sein wird, zu verorten. Je drei Teilprojektteams zu den kirchlichen Grundfunktionen Diakonie, Liturgie und Verkündigung arbeiteten seit einem Jahr an den Themen.

Es sei auch weitgehend gelungen, dass alle der jetzigen Gemeinden einen oder mehrere Vertreter zur Mitarbeit in diesen Teams gewinnen konnten, »ein hohes Engagement für die Zukunft der Kirche«, heißt es in der Pressemitteilung. »Wir sind dankbar und auch ein bisschen stolz, dass 120 Ehren- und Hauptamtliche dieses Konzept so synodal, einvernehmlich und termingerecht entwickelt haben, und das trotz der coronabedingten Einschränkungen«, fasst Dr. Sylvia Kerbel, die Vorsitzende des Dekanatsrats, den Prozess und das Ergebnis zusammen.

Antwort aus Mainz im Februar 2022

Das verabschiedete Konzept haben die Wetterauer Katholikenvertreter nun ans Bistum geschickt. Von dort kommen dann im Februar 2022 Rückmeldungen aus der Perspektive des Bistums - und später die Arbeitsaufgaben für die nächste Etappe auf dem Pastoralen Weg.

Daher erhielten die Mitglieder der Dekanatsversammlung im Anschluss einen ersten Ausblick auf den nächsten Abschnitt des Projekts. Bischof Peter Kohlgraf wird den Startpunkt für die sogenannte Phase II an Ostern 2022 mit der offiziellen Einrichtung der Pastoralräume und der Benennung der leitenden Personen setzen. Ab dann ist eine Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen im Pastoralraum verbindlich.

Zuvor können die Engagierten bereits die künftige gemeinsame Internetpräsenz planen. Unterstützend bieten Caritas und Dekanat eine Qualifizierung zu Ehrenamtskoordinatoren an.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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