1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis
  4. Friedberg

Industriegeschichte im Blickpunkt

Erstellt:

Von: red Redaktion

Kommentare

leo_route_050922_4c_2
Bei der Präsentation (v. l.): Gustav Jung (Denkmalschutzbeirat), Matthias Koch (Modellbahnhof Stockheim), Kay-Hermann Hörster (Kultur-Region), Landrat Jan Weckler, Thomas Meißner (1. Beigeordneter Glauburg), Harald Steinke (Kulturhalle). © Pressedienst des Wetteraukreis

Wetteraukreis (prw). Seit 2019 ist der Wetteraukreis wieder Gesellschafter der Kultur-Region Frankfurt/Rhein-Main, dem bundesländerübergreifenden Kulturnetzwerk im Rhein-Main-Gebiet. Zu dessen ältesten Projekten zählt die Route der Industriekultur. Jetzt haben Landrat Jan Weckler und Kay-Hermann Hörster, Projektleiter der Kultur-Region, den Lokalen Routenführer Wetteraukreis vorgestellt.

Architektur und Rundwege

Die Route der Industriekultur Rhein-Main umfasst mehr als 1000 Orte von lokaler und überregionaler Bedeutung, zu denen Hafen- und Industrieanlagen gehören, aber auch Brücken, Bahnhöfe, Klärwerke, Arbeitersiedlungen und Technologieparks. Eine feste Größe in der Region sind auch die Tage der Industriekultur, die in diesem Jahr zum 20. Mal stattfinden. Bis zum 11. September öffnen sich auch im Wetteraukreis viele Tore industriekultureller Orte, die sonst nicht zugänglich sind. Mit dem neuen Lokalen Routenführer Wetteraukreis werden mehr als 50 Orte und Objekte in die Route integriert.

»Die Route der Industriekultur ist seit ihrer Gründung im Jahr 2000 eine Erfolgsgeschichte. Sie nimmt eine wichtige identitätsstiftende Rolle in der Kulturlandschaft der Metropolregion ein. Deshalb ist es schön, dass das Angebot um einen Routenführer für den Wetteraukreis ergänzt werden konnte, denn unsere Region kann auf eine bewegte Industriegeschichte zurückblicken«, sagte der Landrat.

Entwickelt haben den Routenführer die Kultur-Region und der Kreis. Viele Kommunen, Museen, Unternehmen und ehrenamtlich Engagierte haben bei der Recherche und der Beschaffung von Bildmaterial mitgewirkt. Neben historischer Architektur gibt es im Routenführer auch Museen, Ausstellungen und thematische Rundwege zu entdecken. Dass der Landkreis eine lebendige und wandlungsfähige Wirtschaftslandschaft ist, zeigen Unternehmen mit langer Geschichte oder kommunale Projekte zur nachhaltigen Energieerzeugung, etwa der Solarpark in Wölfersheim oder das Energiedorf Bergheim.

Der Routenführer verweist auch auf Orte mit besonderer Bedeutung für die Industriegeschichte, zum Beispiel auf Hirzenhain, das »Essen der Wetterau«. Eine Doppelseite widmet sich dem einstigen Berg- und Tagebau in der Wetterau, der die Grundlage für die heutige weithin bekannte Seen- und Naturlandschaft darstellt.

Für die Städte Bad Nauheim, Bad Vilbel und Friedberg liegen bereits seit einigen Jahren eigene Routenführer vor. Die Broschüre verweist auf diese mit einem QR-Code, so dass im Internet auf die Inhalte zugegriffen werden kann.

Kommunale Identität stärken

Nicht nur für Gäste und Zugereiste bietet der Routenführer die Möglichkeit, die Industriekultur zu erleben. Die Broschüre erzählt auch die Geschichte von harter Arbeit, zukunftsfähigen Ideen und mutigen Unternehmungen. Damit möchte sie für die historische und gegenwärtige Wirtschafts- und Industrielandschaft sensibilisieren und die kommunale Identität stärken.

Auch interessant

Kommentare