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Jugenfeuerwehren: Mehr Eintritte als Austritte

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Diese mehr als zehn Jahre in der Jugendarbeit Engagierten werden mit der Dankesnadel des Kreisjugendfeuerwehrverbandes ausgezeichnet. © Elfriede Maresch

Corona machte sich bemerkbar, doch die Werbung der Jugendfeuerwehren im Wetteraukreis war so erfolgreich, dass sie trotzdem viele Eintritte verbuchten. In Wallernhausen trafen sich die Aktiven.

Wallernhausen/Wetteraukreis (det). »Es tut richtig gut, wieder in der großen Gruppe zusammen zu sein«, meinte eine Teilnehmerin am Rande der Mitgliederversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Wetterau im DGH Wallernhausen. So kamen beim Abarbeiten der Tagesordnung durch den Vorsitzenden Christian Zahn auch Kameradschaftlichkeit und Humor nicht zu kurz.

Ende 2021 waren 1331 Jugendliche, 903 Jungen und 428 Mädchen, in den Jugendfeuerwehren der Wetterau aktiv. Der pandemiebedingte Verlust betrage 53 Mitglieder, informierte Zahn. Aber: »Wir hatten im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr Eintritte als Austritte. Erfreulicherweise wechselten 72 Jugendliche in die Einsatzabteilungen.« Zahn sieht darin auch einen Erfolg der Werbekampagne der Hessischen Jugendfeuerwehr.

2600 Stunden für die Ausbildung

Nach Auswertung der Florix-Daten fanden 2600 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 1900 Stunden allgemeine Jugendarbeit in den Wetterauer Jugendwehren sowie circa 3000 Stunden für Vorbereitung, Ausbildung und mehr statt - eine etwas niedrigere, aber solide Zahl.

Corona macht erfinderisch. Doch nahmen nur acht Jugendfeuerwehren am Landesentscheid der Hessen Jugendfeuerwehr teil, der als Online-Wettbewerb gestaltet wurde, davon aber drei aus der Wetterau: Aulendiebach, Unter-Schmitten und Ortenberg-Mitte. Kreativität war gefragt beim digitalen Durchführen des Löschangriffs (A-Teil) oder der Frage nach den häufigsten gemachten Fehlern beim Staffellauf (B-Teil). Dabei kam Aulendiebach auf den ersten, Ortenberg-Mitte auf den vierten und Unter-Schmitten auf den sechsten Platz. »Danke, dass Ihr die Wetterau so gut vertreten habt!«, sagte Zahn.

Für 2022 hoffen die Verantwortlichen, dass die üblichen Kreiswettbewerbe wie auch die Abnahmen der Jugendflammen und der Leistungsspangen ungehindert stattfinden können. Zahn schloss mit Dankesworten an alle in der Feuerwehr-Jugendarbeit Aktiven, die Ausschussmitglieder, den Förderverein, dem Wetteraukreis und insbesondere den Kreisbrandinspektor Lars Henrich und an Iris Noll-Frodl.

Auch die Arbeit der Fachbereiche, etwa von Zahns Stellvertreterin, der Mädchensprecherin Annalena Möckel, war pandemiebedingt eingeschränkt. Der Fachbereichsleiter Ausbildung, Gunnar Pfeffer, konnte von mehreren Online-Veranstaltungen in einem breiten Themenspektrum berichten. Sie wurden gut angenommen. Im November konnte in Nieder-Mörlen ein Tagesseminar »Kinderrecht und Unterrichtsvorbereitung« stattfinden. Für 2022 sind die Seminare »Auffrischungsveranstaltung für Wertungsrichter«, »Grundlagen der Feuerwehrjugendarbeit« und »Erlebnispädagogik« geplant.

Die Homepage der Jugendarbeit soll neu gestaltet werden. Regelmäßig sollen Inhalte auf den Social Media-Plattformen präsentiert werden.

Dem Bericht von Kassenwartin Claudia Brack und der Entlastung folgten Teilvorstandswahlen. Stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart bleibt Boris Keutzer, Fachbereichsleiter Veranstaltungen Alexander Schilling, Fachbereichsleiterin Öffentlichkeitsarbeit Michelle Neumann. Ein Schriftführer wird noch gesucht. Die Mitgliederversammlung 2023 wird in Hirzenhain-Merkenfritz stattfinden, der Sportwettbewerb in Hirzenhain, der Günter Vogt-Pokal in Nieder-Mockstadt, die Mitgliederversammlung 2024 in Glauburg.

Silberne Ehrennadel für Hennes Lind

Für jahrzehntelange und sehr engagierte Jugendarbeit wurde Hans Joachim »Hennes« Lind die silberne Ehrennadel des deutschen Jugendfeuerwehrverbandes verliehen. Mit der Dankesnadel der Kreisjugendfeuerwehr wurden Mitglieder ausgezeichnet, die seit mehr als zehn Jahren in der Jugendarbeit aktiv sind. Es sind Christian Zahn, Carsten Stroh, Nadine Marth, Benjamin Grießel, Alexander Fröhlich, Hans Dieter Roos, Annalena Möckel, Daniela Kirchner und Darinka Peppel-Wenzel.

Einen Extradank gab es für die erfolgreichen Teilnehmer und Begleiter beim Online-Landesentscheid. Dieser ging an Jochen Wagner (Aulendiebach), Julien Zahn (Ortenberg-Mitte) und Sarah Schulze (Unter-Schmitten).

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