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Keine Strafzinsen mehr

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Wetteraukreis (si/pm). Nach der Bekanntgabe der Europäischen Zentralbank (EZB), den Leitzins erstmals nach zehn Jahren zu erhöhen, und zwar auf 0,5 Prozent, hat die Sparkasse Oberhessen am Freitag die Streichung sogenannter Strafzinsen bekanntgegeben. Auch die Volksbank Mittelhessen kündigte bereits eine Entlastung ihrer vermögenden Kunden an.

Die EZB hatte auch die sogenannte Einlagefazilität, also den Satz, den Kreditinstitute für Einlagen bei der Zentralbank zahlen müssen, von minus 0,5 Prozent auf Null reduziert. Damit läute die EZB auch für den Euroraum eine Zinswende ein, sagt Frank Dehnke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberhessen. »Für Kundinnen und Kunden, mit denen wir die Zahlungen von Verwahrentgelten ab bestimmten Freigrenzen getroffen haben, sind das ausgesprochen gute Nachrichten. Ab sofort werden wir keine Verwahrentgelte mehr berechnen.« Die Sparkasse hatte für liquide Geldanlagen oberhalb bestimmter Freigrenzen ein Verwahrentgelt in Höhe des Satzes der EZB verlangt. »Wir haben unseren Kunden versprochen, sobald die Zinswende im Euroraum kommt, aus den Negativzinsen auszusteigen. Genau das machen wir jetzt umgehend«, so Dehnke.

Volksbank hat Schritt angekündigt

Auch die Volksbank Mittelhessen wird das Verwahrentgelt streichen. Dieses wird derzeit auf Einlagen ab 100 000 Euro für die Bestandskunden bzw. 50 000 Euro für Neukunden fällig. Das Geldinstitut hatte dies kürzlich nach einer Vorstandssitzung mitgeteilt. Vollzogen würde die Streichung, sobald die Zentralbank die Einlagefazilität auf null Prozent zurückfährt - was am Donnerstag geschehen ist. Gelten solle das sowohl für das Privat- als auch für das Firmenkundengeschäft, so der Vorstand der Volksbank.

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