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Klischee-Leben oder harte Arbeit?

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Von: red Redaktion

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Gar nicht wasserscheu: Schülerinnen und Schüler der Johann-Philipp-Reis-Schule in Friedberg absolvieren ihre Ausbildung zur oder zum Fachangestellten für Bäderbetriebe. © pv

Friedberg (pm). Braungebrannt, mit Sonnenbrille geschützt und mit einem kühlen Getränk in der Hand am Beckenrand die Füße hochlegen: Das Klischee des Bademeisters hält sich hartnäckig in den Köpfen einiger Zeitgenossen. Mit einem Projekt wollen einige Schüler des Berufsschulbereichs der Johann-Philipp-Reis-Schule in Friedberg auf ihren Ausbildungsberuf als Fachangestellte für Bäderbetriebe und die akute Personalknappheit in diesem Beruf aufmerksam zu machen.

Und gleichzeitig dem Klischee entgegenwirken.

Viel Unkenntnis über die Aufgaben

Die Unkenntnis über die Aufgaben eines Bademeister sei das ist das Problem, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule, »denn eigentlich ist dieser Beruf sehr spannend und vor allem ziemlich vielfältig«. Wer gerne schwimmt, Spaß an der Kommunikation mit Menschen hat und sich für Sicherheit und Wohlergehen anderer interessiert, bringt gute Voraussetzungen für diese Profession mit.

Die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe dauert in der Regel - wie in den meisten anderen Berufen - drei Jahre. Doch die verbringe man keineswegs nur am Beckenrand. Jedoch: Was macht man in den Beruf? - Fachangestellte für Bäderbetriebe sorgen für die Sicherheit und die Beaufsichtigung der Badegäste, erteilen Schwimmunterricht in Form von Schwimmkursen aller Altersgruppen, wirken in der Verwaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit mit und pflegen Sport- und Spielgeräte und zum Bad gehörige Grünflächen. Die ist aber noch nicht alles.

Der bei weitem größten Wirkungsbereich der Fachangestellten ist die Überwachung, Betätigung und Wartung der technischen Anlagen, das Überwachen der Wasserwerte und nicht zuletzt das Hantieren mit nicht ganz harmlosen Chemikalien Die Ausbildung findet teilweise in der Berufsschule statt, da sie eine duale ist. In ganz Hessen gibt es jedoch nur eine Schule, an der die Fachangestellten unterrichtet werden können, und das ist die Johann-Philipp-Reis-Schule in Friedberg.

Dort lauten die Unterrichtsfächer dann: Bäderrecht, Bäderorganisierung, Besucherbetreuung und Öffentlichkeit, Wasser, Bädertechnik, Gesundheit- und Rettungslehre, Schwimmlehre (Theorie und Praxis) und zu guter Letzt Deutsch, Religion, Politik, Wirtschaft und Mathe.

Die wohl verbreitetsten Betätigungsfelder sind öffentliche und private Frei- und Hallenbäder, Badeseen und Strandbäder. Je nach Betrieb gibt es auch die Möglichkeit, in der Sauna tätig zu sein.

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