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Konzert im Friedberger Rathauspark: Hommage an einen Ex-Beatle

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Von: Harald Schuchardt

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Als Wetterauer Paulinisten treten (v. l.) Bernd Heinisch, Patrick Eulenkamp, Katrin Zerb und Martin Schnur im Friedberger Rathauspark auf. © Loni Schuchardt

Der »Sommer im Rathauspark« in Friedberg stand an diesem Abend im Zeichen eines großen Musikers: Zahlreiche Akteure sorgten für eine Hommage an Paul McCartney.

Elf Wetterauer Musiker sind am Samstagabend in den Rathauspark gekommen, um beim »Local Tribute to Paul McCartney« einen der ganz Großen der Popmusik zu ehren. Grund war dessen 80. Geburtstag am 18. Juni. Der Friedberger Singer-Songwriter Kai Michel hatte die Idee zu dem zweieinhalbstündigen Non-Stop-Konzert gehabt, das im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Sommer im Rathauspark« - und mit Unterstützung des Kulturservices der Stadt - stattfand.

Es wurde ein abwechslungsreicher Abend, nicht zuletzt dank der exzellenten Auswahl aus den über 500 Kompositionen des Ex-Beatles, darunter auch einige unbekanntere Stücke, die eher in Richtung Jazz und Folk gehen.

Auch ein Waldhorn kommt zum Einsatz

»Wir würdigen heute einen genialen Musiker«, sagte WZ-Mitarbeiter Harald Schuchardt, der locker durch den Abend führte. Der begann für die über 150 Besucher etwas überraschend, begab sich Schuchardt doch auf die Suche nach den - eigens für den Abend formierten - »Wetterauer Paulinisten«. Im Publikum wurde er fündig: Der Wetterauer Kulturpreisträger Martin Schnur outete sich als bekennender »Paulinist« und überraschte dann auf der Bühne mit einer auf der Akustikgitarre gespielten Instrumentalversion von »Yesterday«.

Derweil kam Gitarrist Bernd Heinisch mit einem englischen Straßenschild auf die Bühne. »Das habe ich vor über 40 Jahren mitgenommen, in dieser Straße wohnte Paul«, erzählte der Macher von »Wölfersheim live«. Komplettiert wurden die »Paulinisten« durch Sängerin Katrin Zerb und Sänger Patrick Eulenkamp, ebenfalls erfahrene Wölfersheim-live-Protagonisten. Unplugged sang und spielte das Quartett eigene Versionen von Beatles-Klassikern wie »All my Loving«, »Nowhere Man« und »Oh, Darling«, welches Katrin »Pauline« Zerb mit ihrer ausgeprägten Rockröhre geradezu auf den Leib geschrieben schien.

Textsicher und begeistert sangen die Besucher mit, und nach dem finalen »I saw her standing there« wurde das Quartett mit verdient langem Beifall verabschiedet. Ohne Pause ging es weiter, denn »McCartney spielt seine Konzerte immer durch«, wie Kai Michel erläuterte, der im Interview mit Schuchardt den Besuchern von seinen ersten Berührungspunkten mit McCartney erzählte.

Zusammen mit seiner Band Törnarounds mit Gitarrist Volker Michel, Drummer Moritz Herrmann und Bassist Chris Cantow spielte Michel neben Beatles-Klassikern we »A hard day’s night« auch unbekanntere McCartney-Kompositionen aus dessen Wings-Zeit, wie das getragene »My Valentine« oder »My Baby’s request«. Im Verlauf des Törnarounds-Auftritts wechselte Kai Michels Bruder Volker von der Gitarre zum Waldhorn, das auch beim Wings-Superhit »Mull of Kintyre« als Ersatz für den Dudelsack zum Einsatz kam.

Dylan, die Beatles und das Kiffen

Mit dabei waren hier schon die beiden Honey-Twins Renate Gantz-Bopp und Keyboarder Gerald »Gerry« Reutzel sowie WZ-Redakteur Jürgen Wagner, der zuvor mit seinen filigranen Finger-Picking-Versionen von »Blackbird« oder »Don’t let me down« als »Feinmechaniker unter den Gitarristen« (Schuchardt) begeisterte. Zwischendurch erzählte der bekennende Bob-Dylan-Fan, wie Dylan den Beatles das Kiffen beigebracht habe. Die beiden Honey-Twins eröffneten ihr Set mit dem Beatles-Klassiker »Get Back«. Kaum einen hielt es auf den Sitzen, es wurde getanzt und lautstark mitgesungen, letzteres auch bei ruhigen Hits wie »Michelle« und »Yesterday«, das in der ersten Version von McCartney noch »Scrambled Eggs«, also Rührei, hieß, wie Schuchardt erzählte.

Zum großen Finale mit »Ebony and Ivory«, dem Duett von Paul mit Michael Jackson, sowie den von allen Besuchern geradezu euphorisch mitgesungenen Klassikern »Let it be« und »Hey Jude« endete die Hommage an Paul McCartney. »Das schreit nach Fortsetzung«, war da immer wieder zu hören.

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