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Lehrerinnen verabschiedet

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Von: red Redaktion

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Anne Michel (l.) und Monika Keil gehen in Ruhestand. FOTO:PV © pv

Friedberg (pm). Eigentlich sollten die drei Damen bereits zum Ende des ersten Halbjahres feierlich in den Ruhestand verabschiedet werden, doch da machte der Brand im Keller des E-Baus der Augustinerschule dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. So mussten Monika Keil, Anne Michel und Gila Goltz einige Monate warten, bis die entsprechende Zeremonie durchgeführt werden konnte.

Gila Goltz konnte aufgrund von Urlaubsverpflichtungen nicht an der Verabschiedung teilnehmen. Die Lehrerin für Erdkunde und Musik hat vor allem durch ihre grandiosen Konzerte mit dem Schulchor, für den sie fast ihre komplette Dienstzeit an der Augustinerschule von knapp 15 Jahren verantwortlich zeichnete, Spuren hinterlassen.

Über eine Dienstzeit von 15 Jahren kann Anne Michel nur milde lächeln, war sie doch seit 1979 an der ASF. Damit erlebte sie fünf verschiedene Schulleiter, den aktuellen, Dr. Detlef Zschiesche, hatte sie in den 80er-Jahren sogar selbst in ihrem Fach Kunst unterrichtet. Zu dieser Zeit unterrichtete sie mit Textilem Gestalten und Werken sogar noch zwei Fächer, die längst nicht mehr auf der Stundentafel zu finden sind. Dementsprechend wurde Michel von der Personalratsvorsitzenden Birgit Kuhn zurecht als »letzte Bastellehrerin« bezeichnet.

Monika Keil war nach ihrem zweiten Staatsexamen 1987 in Bad Vilbel zunächst auf dem sozialen Sektor aktiv, indem sie beispielsweise für den Kinderschutzbund in Wetzlar oder in einer psychiatrischen Kinderklinik arbeitete. Sie hatte also schon reichlich Lebenserfahrung gesammelt, als sie nach zehn Jahren an einer Schwalbacher Schule 2004 nach Friedberg kam, um dort ihre Fächer Deutsch und Ethik zu unterrichten. Der angesprochene Umgang mit Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens standen, prägte auch ihre Arbeit an der ASF. Ethik-Fachsprecher Michael Kohler bescheinigte Keil einen »strukturierten Unterricht mit klar definierten Anforderungen« in einem Fach, zu dessen Professionalisierung sie seit 2004 als »Pionierin« erheblich beigetragen habe.

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