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Mit grünen Daumen an den Beeten

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Von: Harald Schuchardt

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Beim »Markt im Park« fällt der Startschuss zur achten Auflage von »Friedberg zum Anbeißen« mit allen Paten und Koordinatorin Jutta Himmighofen-Strack (r.). © Loni Schuchardt

Friedberg (har). Einen besseren Ort für den Start der Urban-Gardening-Aktion »Friedberg zum Anbeißen« hätte es wohl nicht geben können: Auf der großen Strohburg, die im Rahmen von »Markt im Park« im Rathauspark aufgebaut war, präsentierten sich am Samstag die Paten der Aktion, die in diesem Jahr zum achten Mal auf die Beine gestellt wurde.

Bevor die Paten - ausgestattet mit Gartenschürzen und Gießkannen - die Strohburg in Beschlag nahmen, hatte Jutta Himmighofen-Strack, die im Auftrag der Stadt die Aktion koordiniert und betreut, auf der Bühne des neuen Marktes den Startschuss gegeben. Dabei erinnerte sie an den Beginn im Jahre 2015 im Rahmen einer Aktion für die »KulturRegion Frankfurt RheinMain« mit zwölf Paten, die im Burggarten Hochbeete bepflanzt hatten. Damals schon dabei waren die Familie Rentschler, Lothar Glinka-Rack und Ehefrau Walburga Rack, das Ehepaar Ulrich und das Diakonische Werk Wetterau.

»Das sind unsere Pioniere«, sagte Himmighofen-Strack und freute sich zugleich, dass das Projekt stetig gewachsen sei, sowohl im Burggarten, als auch durch neue Standorte. So kamen vor drei Jahren vier Hochbeete auf dem Elvis-Presley-Platz hinzu.

Dank des Engagements von Yalcin Can, einer der Mitarbeiter im Koordinierungsbüro Fünf-Finger-Platz, sind in diesem Jahr fünf Hochbeete in der östlichen Altstadt hinzugekommen. Eines steht direkt am Fünf-Finger-Platz, weitere befinden sich auf dem Stadtkirchenplatz, vor dem Karl-Wagner-Haus, in der Judengasse und vor der Kita »Räuberhöhle«. Ein weiteres Hochbeet steht in der Straße »Am Wartberg« bei der Hausnummer 5 in der Nähe der ehemaligen US-Kaserne; es wird von der ambulanten Hilfe des Karl-Wagner-Hauses betreut.

Alle 25 Pflanzpaten erhielten wieder ein Pflanzgeld in Höhe von 40 Euro, um die gewünschten Pflanzen selbst zu kaufen und diese dann im Laufe der Woche zu pflanzen.

Am Dienstagvormittag begann Yalcin Can zusammen mit David Neben, seinem neuen Kollegen im Fünf-Finger-Treff, und Sevdi Utar, Inhaberin des Friseursalons »La Beauté Sevdi«, mit der Bepflanzung des Hochbeetes auf dem Fünf-Finger-Platz. Gepflanzt wurden unter anderem Tomaten, Bohnenkraut, Petersilie und Strauchbasilikum. »Weitere Pflanzen werden wir am Freitag mit den Kindern von unserem Kindertreff einkaufen und dann gemeinsam pflanzen« erläuterte Can. Am Nachmittag bepflanzten Silvia Oberdörfer, Lilo Fischer und Kerstin Hofmann im Burggarten das Beet der Friedberger Tafel, die erstmals dabei ist. Die drei ehrenamtlichen Tafel-Helferinnen freuen sich auf ihre »Gärtnerinnen-Arbeit«, die sie sich untereinander aufteilen. »Wir wollten das unbedingt machen«, sagte Silvia Oberndörfer, während sie mit ihren Mitstreiterinnen unter anderem Erdbeeren, Lollo-Salat, Schnittlauch und Möhren pflanzte. Dazu kommen als »Zierde« Studentenblumen in der Tafel-Farbe Orange. Die Beete entlang des Wegs unterhalb des Adolfsturms werden vom »Pflanz-Bett« der Familie Decher, der Inhaber des gleichnamigen Bettenhauses, ergänzt.

Die Pflanzpaten

Auf dem Friedberger Elvis-Presley-Platz betreuen die »Hof-Apotheke zum Mohren« und das Blumenhaus Koch jeweils zwei Hochbeete, um ein weiteres Beet kümmert sich die Familie Riesen/Kiesow. Pflanzpaten im Burggarten sind der Nabu Friedberg, die Werbegemeinschaft »Friedberg hat’s«, Mara Hähler und Jörg Weber, Lederwaren Steck, Betten Decher, die Diakonie Wetterau, Brigitte Bernhardt, der Pegasus-Spieleverlag, die Familie Ulrich, Ali Demirok, die Glinka-Stiftung, die Friedberger Tafel, Elisa Kamin und die Familie Rentschler. Paten in der Altstadt sind die Kita »Räuberhöhle«, das Karl-Wagner-Haus, des Evangelische Familienzentrum, die Gemeinsame Musterschule und der Fünf-Finger-Treff zusammen mit dem Friseursalon »La Beauté Sevdi«. Und das Hochbeet Am Wartfeld 5 wird von der ambulanten Hilfe des Karl-Wagner-Hauses betreut.

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