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»Mühlen in Wiesbaden mahlen langsam«

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Von: red Redaktion

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An der Limesschule in Altenstadt ist nicht nur die Schulleitung seit September 2021 unbesetzt, sondern seit diesem Februar auch die stellvertretende Schulleitung. Das kritisiert die SPD-Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl. © Red

An der Limesschule in Altenstadt ist nicht nur die Schulleitung seit September 2021 unbesetzt, sondern seit diesem Februar auch die stellvertretende Schulleitung. Das kritisiert die SPD-Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl.

Altenstadt/Wetteraukreis (red). Wegen der erneuten Vakanz einer Schulleitung an der Limesschule in Altenstadt hat die SPD-Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl das Thema der unbesetzten Schulleiterinnen- und Schulleiterstellen an Wetterauer Schulen im Landtag aufgegriffen. Mit einer sogenannten Kleinen Anfrage befragte die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion die schwarz-grüne Landesregierung zum aktuellen Stand der Dinge.

»Die Antwort der Landesregierung verdeutlicht die Problematik im Wetteraukreis, auf die ich an einigen Schulen bereits mit Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern aufmerksam gemacht habe«, erklärt Gnadl in einer Pressemitteilung verärgert. »Die Besetzungsverfahren dauern viel zu lange und müssen dringend beschleunigt werden, damit für das Lernen und Arbeiten an unseren Schulen bestmögliche Voraussetzungen herrschen«, fordert sie.

Aus der Antwort der Landesregierung vom April gehe hervor, dass an der Limesschule nicht nur die Schulleitung seit September 2021 unbesetzt sei, sondern seit diesem Februar auch die stellvertretende Schulleitung.

Mehrere Bewerbungen

Die Frage, wann mit einer Neubesetzung der Schulleiterstelle zu rechnen sei, habe die Landesregierung nicht beantwortet, berichtet die SPD-Politikerin. Sie habe lediglich darauf verwiesen, dass die Stelle Mitte Dezember ausgeschrieben worden sei und dass seit dem Ende der Frist mehrere Bewerbungen vorlägen. Gnadl moniert, dass man alleine für die Veröffentlichung der Ausschreibung zweieinhalb Monate gebraucht habe. Das zeige, wie langsam die Mühlen in Wiesbaden mahlen.

»Kein Wunder, dass manche Schulen seit Jahren auf eine Neubesetzung warten müssen«, kritisiert Gnadl. Weitere Beispiele gebe es in Niddatal und Friedberg. Laut Antwort des Kultusministers sei die Schulleiterstelle in Niddatal seit Juli 2018 unbesetzt. »Das sind vier Jahre. Da fragt man sich schon, was da schiefgelaufen ist«, moniert Gnadl.

Aber auch an der Henry-Benrath-Schule in Friedberg und an der Augustinerschule in Friedberg seien die Stellen schon eineinhalb Jahre vakant und an der Beruflichen Schule Oberhessen seit über einem Jahr. »Das sind einfach viel zu lange Zeiträume, in denen die wichtige Position der Schulleitung unbesetzt bleibt. Ein gut funktionierendes Schulleitungsteam ist wesentlich für die Entwicklung einer Schule. Jede unbesetzte Stelle muss von den weiteren Kolleginnen und Kollegen in der Schulleitung aufgefangen werden. Da nützt es auch nichts, dass durch organisatorische Maßnahmen eine Vertretungsregelung sichergestellt wird. Wenn dann auch noch die stellvertretende Schulleitung, wie an der Limesschule in Altenstadt, ebenfalls unbesetzt ist, wirkt sich das natürlich auf die Schulorganisation aus«, ist sich Gnadl sicher.

Verantwortung gerecht werden

Die Landesregierung müsse ihrer Verantwortung stärker gerecht werden und dafür Sorge tragen, dass durch transparente Verfahren eine schnelle Neubesetzung ermöglicht wird und keine solch langen Vakanzen und ständigen Wechsel entstünden. »Ich erwarte eine Beschleunigung des Stellenbesetzungsverfahrens der Schulen im Wetteraukreis. Insbesondere für die seit vier Jahren vakante Stelle in Niddatal, aber auch für die Limesschule in Altenstadt«, fordert die Wetterauer SPD-Landtagsabgeordnete abschließend.

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