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Mutig und selbstbewusst in die Zukunft

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Von: red Redaktion

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Friedberg (pm). Noten nehmen eine wichtige Rolle für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte ein, gerade wenn es auf das Ende der Schulzeit zugeht. Dass es allerdings auch andere Erfolgsfaktoren gibt, die sich nicht unbedingt mit dem Abschlusszeugnis quantifizieren lassen, war eine der zentralen Botschaften auf der Entlassfeier der neunten und zehnten Klassen an der Friedberger Adolf-Reichwein-Schule.

Zu diesem Anlass lud die Schulleitung die Familien der Abgänger und verbleibende Mitschüler in die festlich dekorierte Turnhalle der Schule ein. Eröffnet wurde die Veranstaltung im angemessenen Rahmen durch das Schulorchester, u. a. mit einer instrumentalen Version des Mambo N°5.

Schulleiterin Raya Schmidt hob in ihrer heiteren Eröffnungsrede hervor, dass die angehenden Erwachsenen stolz auf das Erreichte sein können und sich viele Türen für sie öffnen werden. Jeder werde seinen eigenen Weg gehen und nun eine weiterführende Schule besuchen oder eine Berufsausbildung beginnen. Bezug nahm sie dabei auch darauf, was sich die abgehenden Schülerinnen und Schüler an der Schule wünschen. In einer entsprechenden Befragung ergab sich, dass die Schülerschaft mit vielem zufrieden sei, es aber im Unterricht häufiger um lebenspraktische Fragen wie etwa Steuererklärungen gehen könnte oder die Digitalisierung noch weiter voranschreiten sollte. Ebenso wurde der Wunsch nach mehr Kultur, in Form von ästhetischen Zugängen im Unterricht, genannt.

Der Förderverein in Person des stellvertretenden Vorsitzenden Jörg Twellmeyer richtete ebenfalls das Wort an das Publikum, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit an der Schule und verwies auf die Projekte, die der Förderverein in der letzten Zeit unterstützen konnte.

Zu Wort kamen auch die Klassen-Lehrkräfte Michaela Ecer, Dana Grünfelder und Marc Schmidt, stellvertretend für alle Klassenleitungen, die in ihrem Vortrag Bezug auf ein populäres Lied eines bekannten deutschen Hip-Hop-Künstlers nahmen. An sich selbst glauben, an seine Grenzen gehen, alles möglich machen und den eigenen Wert erkennen. So lauteten die markanten Stellen, welche das Publikum in Form von Schildern auf der Bühne erblickte. Sich nicht ausschließlich über Noten, sondern über die eigenen Stärken und den Charakter zu definieren, dazu ermunterten die Klassenleitungen. Selbstkritisch sein und die eigenen Erwartungen an sich selbst nicht überladen, gleichzeitig mutig und selbstbewusst in die Zukunft gehen. Emotional bedankten sich die Lehrkräfte für die gemeinsame Zeit in den Klassen.

In dieselbe Richtung argumentierte auch Schulsprecher Marc Zierau, der den Lehrkräften für ihren Einsatz dankte. Die Klassenleitungen hätten immer ein offenes Ohr bei Problemen gehabt, selbst über die Unterrichtszeit hinaus. Sie haben sich für die Klassengemeinschaft eingesetzt und viel Geduld in Umgang mit den Heranwachsenden bewiesen.

Zum Höhepunkt der Veranstaltung überreichten die Lehrkräfte eine Rose sowie die Abschlusszeugnisse, die den Berufsorientierten Abschluss, den Hauptschulabschluss, den Realschulabschluss oder die Befähigung zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe beinhalteten.

Zu den besten Qualifizierenden Hauptschulabschlüssen gehören Rabia und Shevval Kutluca (9a) mit einem Durchschnitt von 1,7 respektive 1,8. Geehrt wurden ebenfalls die besten Qualifizierenden Realschulabschlüsse, den Paul Schemer (10d) mit 1,8 und Oktay Celik (10b) mit 2,2 erreichten. Ausgezeichnet für die besten Zeugnisse, die den Besuch der Sekundarstufe II ermöglichen, wurden Eliana Morell (10d) mit 1,0 und Büsra Karanfil (10a) mit 1,2. Als schulformübergreifende integrierte Gesamtschule ermöglicht es die ARS, den individuell bestmöglichen Abschluss zu erreichen, indem sie gemeinsames Lernen und nicht die Trennung nach Schulform in den Mittelpunkt stellt. Unter stehenden Ovationen verließen die Klassen die Bühne und fanden sich an unterschiedlichen Plätzen für Gruppenfotos ein.

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