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Neuer Chef der IG BAU

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Von: red Redaktion

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Peter Manns, hier mit den bisherigen Bezirksvorsitzenden Doris Hammes und Karl-Otto Waas (l.), ist zum Chef des neuen Bezirksverbands Hessen-Mitte der IG Bau gewählt worden. © pv

Wetteraukreis (pm). Wechsel an der Gewerkschaftsspitze in der Region: Peter Manns ist zum Vorsitzenden des neuen Bezirksverbands Hessen-Mitte der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) gewählt worden. Der 57-Jährige übernimmt die Nachfolge von Doris Hammes und Karl-Otto-Waas. Sie leiteten die bisherigen Bezirksverbände Mittelhessen und Gelnhausen-Friedberg, die nach dem Beschluss des Bezirksverbandstags der Gewerkschaft fusionierten.

Manns kümmert sich damit ab sofort um die Interessen von Bauarbeitern, Reinigungskräften sowie Beschäftigten aus der Land- und Forstwirtschaft auch im Wetteraukreis. Nach Angaben der Arbeitsagentur arbeiten in den Branchen der IG Bau im Kreis ca. 7300 Menschen - 3400 im Bauhauptgewerbe und 1700 in der Gebäudereinigung.

Manns ist gelernter Zimmermann und seit 1988 gewerkschaftlich aktiv. Als Betriebsratsvorsitzender beim Fertighaushersteller Rensch Haus aus Kalbach (Kreis Fulda) kümmert er sich seit gut 30 Jahren um die Belange von 270 Beschäftigten. Ehrenamtlich engagiert sich der gebürtige Fuldaer als Richter am Landesarbeitsgericht Frankfurt, im Vorstand der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft und als Gemeindevertreter in Kalbach. Manns ist verheiratet und hat drei Kinder.

Gerade in der ländlich geprägten Region geht es ihm darum, die Gewerkschaft ins Gespräch zu bringen - und Verbesserungen für die Beschäftigten zu erreichen. »Arbeitnehmervertreter streiten auf verschiedenen Ebenen für die Interessen der Belegschaften. Die Palette reicht von Mandaten an Arbeits- und Sozialgerichten über die Berufsgenossenschaften bis hin zu den Handwerkskammern und Krankenkassen«, sagte Manns.

Dabei fielen bessere Löhne und Arbeitsbedingungen nicht vom Himmel. »Ob auf der Baustelle, in der Reinigungsfirma oder im Malerbetrieb - gerade am Arbeitsplatz kommt es darauf an, dass die Menschen an einem Strang ziehen«, sagte er und appellierte an die Beschäftigten, sich für die eigenen Interessen einzusetzen.

Besonders das Handwerk sei in den nächsten Jahren auf tausende zusätzliche Mitarbeitende angewiesen. Die Beschäftigten dürften sich deshalb nicht unter Wert verkaufen. Manns: »Fachleute sollten auf einer tariflichen Bezahlung bestehen.« Wer zu wenig verdiene, solle sich an die IG wenden. Zugleich will Manns, dass Beschäftigte stärker mitentscheiden, wie ihr Job in Zukunft aussieht. Weiterbildung sei ein »Riesen-Thema«.

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