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Praktische Erfahrungen sammeln

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Von: red Redaktion

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Die Gymnasiasten der Henry-Benrath-Schule lernen im Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft in Nidda auch etwas zum Bereich Farben. © pv

Friedberg (pm). In diesem Jahr haben erstmals auch die Henry-Benrath-Schüler (HBS) des Gymnasialzweigs der achten Klasse ein zweiwöchiges Klassenpraktikum zur Berufsorientierung absolviert. Dieses fand vom 17. bis zum 28. Januar im Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft (ABZ) Nidda statt. Den Jugendlichen war es möglich, Berufe in sechs handwerklichen Tätigkeitsbereichen kennenzulernen, in die sie für jeweils einen bis zwei Tage hineinschnuppern konnten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das habe mit der Anfahrt ungefähr die Dauer eines Arbeitstages umfasst, um auch diesen Umfang realistisch darstellen zu können.

Kalksteinwand angefertigt

In den Werkstätten und Ausbildungsräumen seien alle Arbeitsschritte mit den geschulten Ausbildern durchgegangen und protokolliert worden. Diese hätten die Schüler und deren Leistungen zum Abschluss individuell mit einem Zertifikat beurteilt, das ihnen als Nachweis über praktische Erfahrungen als Anhang für Bewerbungen dienen könne.

Im Bereich des Maurerhandwerks fertigen die Jugendlichen eine Kalksteinwand an, reinigten das Mauerwerk und bauten es zurück. Bei der Farb- und Raumgestaltung wurde der Farbkreis praktisch gemischt, aufgemalt und anschließend frei damit gearbeitet. Der Bereich Fliesenlegen wurde in Form einer Mosaikarbeit vorgestellt, indem Platten angezeichnet, zugeschnitten und durch Aufkleben zu einem Motiv zusammengesetzt wurden. Ein Nistkasten wurde stellvertretend im Holzbau angefertigt, wobei Holzbretter zurechtgesägt, Löcher angerissen und nach dem Bohren das Ganze verschraubt wurde. Da die Praktikanten hier zügig arbeiteten, konnten sie zusätzlich einen Entwurf für ein Treppengeländer anfertigen, heißt es weiter.

Des Weiteren waren aus dem Bereich Körperpflege Kosmetik und das Friseurhandwerk vorgesehen. An Puppen konnten Arbeiten wie Glätten, Locken machen und Frisuren stecken geübt werden. Außerdem erfolgte neben der gegenseitigen Maniküre die Herstellung von Kosmetika des täglichen Bedarfs, wie zum Beispiel eines Handpeelings oder einer Gesichtsmaske. Ergänzt wurde der praktische Unterricht durch theoretische Grundlagen über Ernährung, Kosmetik und Verkauf.

Berufsorientierung als Schwerpunkt

Ihre Produkte konnten die Gymnasiasten mitnehmen, um sie in der Schule auszustellen oder zu Hause zu nutzen. Für die Schüler war es eine willkommene Abwechslung zu den meist theoretischen Lerninhalten und eine wertvolle Erfahrung, praktisch tätig zu sein. Auch die Ausbilder lobten die schnelle Auffassungsgabe und die interessierte Haltung der Praktikanten.

Mit fest verankerten Elementen im Bereich Berufsorientierung, wie beispielhaft dem Besuch des ABZ Nidda, überzeuge die HBS und werde ihrem Schwerpunkt gerecht: Neben der Berufsorientierung stellt Musik einen weiteren Schwerpunkt dar, wobei man bei der Einschulung zwischen Gesangs-, Bläser- oder Keyboardklassen wählen könne.

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