1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis
  4. Friedberg

Redakteur »jw« wird im Krimi zum Detektiv in Dorheim

Erstellt:

Von: Sabine Bornemann

Kommentare

koe_nic_fiedler1_251122_4c_1
Thorsten Fiedler hat seinen vierten Offenbach-Krimi geschrieben.Erstmals führen die Ermittlungen nach Friedberg-Dorheim. Und WZ-Redakteur »jw« ist ebenfalls mit dabei. © Nicole Merz

Geiselnehmer verschanzen sich in Friedberg-Dorheim. Ein WZ-Redakteur und ein Kolumnist werden zu Detektiven. Autor Thorsten Fiedler macht es in seinem neuen Krimi »Haftbefehl« spannend.

Das gab es noch nie: Ein Redakteur der Wetterauer Zeitung wird zum Detektiv - mitten in Dorheim. Eine verbrecherische Bande hat sich im Friedberger Stadtteil versteckt. Zufällig fallen Kolumnist Jürgen Komm die »fremden Gestalten« auf. Komm macht sofort seinen Freund und Redakteur Jürgen Wagner (»jw«) darauf aufmerksam. Ungewollt werden sie zu Ermittlern und geraten selber in Gefahr: Eine Geiselnahme, Drogen, Blutrache und Schüsse.

Das alles stammt aus dem neuen Krimi »Haftbefehl« und aus der Feder von Thorsten Fiedler. Seit seinem ersten Offenbach-Krimi »Schlusspfiff« ist er dafür bekannt, reale Personen in seinen Büchern auftauchen zu lassen und die Szenen an realen Orten spielen zu lassen. Jetzt geht es kriminalistisch erstmals in die Wetterau. »Haftbefehl« spielt zunächst in Offenbach und dann in Friedberg-Dorheim.

Für Fiedlers Kommissar Adi Hessberger und dessen Kollegin Sina Fröhlich wird es in diesem Krimi richtig gefährlich und sehr emotional. »Man weiß nie, was passiert, es geht auf und ab in meinem neuen Buch«, sagt Fiedler.

Bisher spielten seine Krimis »Schlusspfiff« (Band 1), »Nachspielzeit« (Band 2) und »Abseits« (Band 3) weitgehend in Offenbach. Es drehte sich viel um das Umfeld der Offenbacher Kickers, das Stadion und den OFC.

Fiedler ist ein »echter Offenbacher Junge«, wie er sagt, arbeitet aber seit Jahren in Friedberg. »Also kam ich an der Stadt auch literarisch nicht mehr vorbei«, meint der Autor. Und weil er Jürgen Wagner und Jürgen Komm auch schon länger kennt, wurden sie zu Protagonisten in »Haftbefehl«.

Der Titel hat auch gleich mit der nächsten realen Person zu tun, und zwar mit Rapper »Haftbefehl«, der eine entscheidende Rolle im Krimi spielt. Dazu kommt Maik Vetter, bekannter OFC-Spieler. »Ich frage bei allen an, ob sie in meinen Büchern vorkommen möchten. Vor Veröffentlichung lesen darf aber niemand, sagt Fiedler.

Sein neuer Krimi ist gerade im »Main Book«-Verlag des aus Altenstadt stammenden Verlegers Gerd Fischer erschienen. In »Haftbefehl« wird es sehr spannend, teilweise brutal und ziemlich emotional. »Zu hart darf ich mit den Charakteren aber nicht umgehen, das würden mir meine Leser nicht verzeihen«, ist der Autor überzeugt. Doch Spannung muss sein: In »Haftbefehl« geraten Adi Hessberger und Sina Fröhlich in sehr gefährliche Situationen.

Ausgangspunkt ist ein geplatzter Drogendeal in Offenbach. Die verbrecherische Band flieht mit dem Auto, kracht dabei in die Mauern der Albert-Schweizer-Schule in Offenbach. Dort sind gerade Rapper »Haftbefehl« und Fußballer Vetter zu Gast, die den Jugendlichen bei einem Thementag von ihren Lebenswegen berichten. Die Bande nimmt in der Schule zwei Schülerinnen, zwei Lehrerinnen und die beiden »Promis« als Geiseln und flieht Richtung Dorheim. Dort verschanzen sie sich in einem leerstehenden Haus, es fallen Schüsse. Das hören die »Detektive« Jürgen Wagner und Jürgen Komm - sie fangen an zu ermitteln. Durch ihre Hinweise können Hessberger und Fröhlich die Spur in Dorheim aufnehmen.

Fröhlich und Hessberger sind mittlerweile ein Liebespaar, sie werden im aktuellen Krimi Eltern. »Das bringt den Fall und die Emotionen auf den Höhepunkt«, meint der Autor, möchte aber nicht noch mehr verraten.

Um alles sehr authentisch wirken zu lassen, hat Fiedler Unterstützung für seine Krimis. Ein befreundeter Staatsanwalt liest seine Texte, Ärzte des Kettler-Krankenhauses in Offenbach beraten den Autor, und er ist für »Haftbefehl« selber an die Albert-Schweizer-Schule zurück gekehrt. »Meine Frau, ich und unsere Kinder haben dieses Gymnasium besucht«, sagt Fiedler. Er wollte aber sehen, wie es jetzt dort aussieht, auf Neuerungen achten. Wie sehen die Umkleidekabinen, die Flure oder bestimmte Räume aus? »Die Details müssen stimmen«, meint der Autor.

Deshalb hat er sich auch in Dorheim leerstehende Gebäude und die Umgebung genau angesehen, damit er exakt schildern kann, wo Jürgen Wagner und Jürgen Komm ermitteln und es möglichst authentisch wirkt, wenn der WZ-Redakteur und der Kolumnist zu Detektiven werden.

koe_Haftbefehl_251122_4c_1
koe_Haftbefehl_251122_4c_1 © Red

Auch interessant

Kommentare