»Schulen warten weiter auf schnelles Internet«

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Wetteraukreis (pm). »Die Wetterauer Schulen scheinen hinsichtlich der Digitalisierung hessenweit ein echtes Schlusslicht zu sein. Noch immer warten viele Schule auf einen Anschluss an das Glasfasernetz und damit an schnelles Internet.« Das schreibt der Wetterauer FDP-Landtagsabgeordnete und Kreistagsfraktionchef der Liberalen, Jörg-Uwe Hahn, anlässlich einer Veröffentlichung von Hessens Digitalministerin Prof.

Dr. Kristina Sinemus (CDU) in einer Pressemitteilung.

Sinemus habe weiter erklärt, dass Hessen bereits einen sehr guten Stand der Schulanbindung erreicht habe. Die Digitalministerin verweise auf aktuelle Angaben, dass bereits die Städte Kassel, Frankfurt, Wiesbaden, Fulda, Kelsterbach, Offenbach, Darmstadt sowie die Landkreise Odenwald, Lahn-Dill, Main-Kinzig, Limburg-Weilburg, Fulda und Marburg-Biedenkopf alle Schulen in Trägerschaft der Stadt bzw. des Kreises gigabitfähig angebunden seien. »Wo ist die Wetterau? Nicht dabei«, kritisiert Hahn, der auch Landtagsvizepräsident ist.

Die Liberalen bemängeln aufgrund dieses Umstands sowohl die schwarz-rote Koalition um Landrat und Schuldezernent Jan Weckler (CDU) als auch die schwarz-grüne Koalition im Land. »Das Thema Digitalisierung wurde vom Kreis einfach verschlafen. Noch immer fehlt es an einem flächendeckenden Anschluss an schnellem Internet. Kreidetafeln und weitere Technik aus dem letzten Jahrtausend bestimmen noch immer das Bild in vielen Schulen des Kreises. Während die meisten Städte und Kreise in Hessen ernsthaft in der Digitalisierung vorankommen, schafft der Wetteraukreis es trotz Unterstützung der schwarz-grünen Landesregierung nicht einmal, unseren Schulen schnelles Internet anzubieten«, kritisiert auch Peter Heidt, heimischer FDP-Bundestagsabgeordneter und Bildungspolitiker.

Für die Liberalen sei klar, dass es nun darauf ankomme, endlich echte Fortschritte zu erzielen. »Die Schülerinnen und Schüler im Kreis haben mehr verdient. Land und Kreis müssen sofort Hand in Hand zusammenarbeiten, um den Schulen in der Wetterau einen Digitalisierungsschub zu verleihen. Die Bildung bestimmt wesentlich über die Zukunftschancen unserer Schüler«, macht Julia Raab, bildungspolitische Sprecherin der FDP-Kreistagsfraktion, deutlich.

Die neue Ampel-Regierung um die hessische FDP-Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger wolle in Sachen Bildung neue Maßstäbe setzen. »Der Wetteraukreis soll nun endlich die Lethargie ablegen und dafür die Aufbruchsstimmung im Bund nutzen«, sagt Hahn abschließend.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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