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Stadt Friedberg weist Verkehrschaos-Vorwurf zurück

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Von: red Redaktion

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In Friedberg-Fauerbach werden Hausanschlüsse hergestellt und Versorgungsleitungen verlegt. Deshalb ist der Ortskern aktuell gesperrt. © Nicole Merz

Bürgermeister Dirk Antkowiak und Erste Stadträtin Marion Götz weisen den Vorwurf der Friedberger FDP zurück. Diese hatte im Zuge einer Baustelle in Fauerbach ein Verkehrschaos befürchtet.

Die Sperrung des Fauerbacher Ortskerns mit der Dorheimer und der Fauerbacher Straße hat jüngst für Kritik seitens der Friedberger FDP gesorgt. Wie die WZ berichtete, kritisierte Helge Müller, für die Liberalen Mitglied im Kernstadt-Ortsbeirat, der Magistrat habe nicht ausreichend über die Folgen der Sperrung informiert. Ein Verkehrschaos sei zu befürchten, hieß es vonseiten der FDP. In einer Pressemitteilung vom Montag weisen Bürgermeister Dirk Antkowiak (CDU) und Erste Stadträtin Marion Götz (SPD) die FDP-Kritik nun zurück.

In der Mitteilung aus dem Rathaus heißt es: »Mit Überraschung haben Bürgermeister Dirk Antkowiak und Erste Stadträtin Marion Götz zusammen mit dem Magistrat die jüngste Pressemitteilung der örtlichen FDP zur Kenntnis genommen, in der das Bild eines ›Verkehrschaos‹ im Friedberger Stadtteil Fauerbach aus Anlass der aktuellen Baustelle geradezu heraufbeschworen werde«, so die hauptamtliche Stadtspitze. Der sachliche Gehalt dieser Mitteilung lasse mit Blick auf die Realität des Baustellenmanagements zu wünschen übrig. »Die Ordnungspolizei ist seit Minute 1 der Baustelleneinrichtung täglich vormittags und nachmittags mehrere Stunden vor Ort im Einsatz. Ihre täglichen Berichte über die Zahl der Belehrungen und Verwarnungen sowie die abdrehenden Verkehrsteilnehmer/innen im Angesicht der Ordnungspolizei dokumentieren: Ihr Einsatz zeigt auch Wirkung.« Die Zahl der Verstöße habe dabei bereits nach drei Tagen erheblich abgenommen und liege zwischenzeitlich über viele Stunden oft bei null. »Wir und weitere Mitglieder des Magistrats passieren selbst täglich mehrfach die Baustelle in Fauerbach. Auch hierbei von Verkehrschaos keine Spur.«

Die Information über die am 25. Juli begonnene Baustelle sei seit Dienstagmorgen, 19. Juli, auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht gewesen, argumentieren Antkowiak und Götz. Die ansässigen Geschäfte seien bereits am 12. Juli informiert worden. Zudem habe die Stadt eine Pressemitteilung herausgegeben. Eine um Wochen frühere Information sei bei derartigen Baustellen bereits deshalb nicht möglich, weil die notwendigen Abstimmungen mit den übergeordneten Behörden wie Hessen Mobil, Wetteraukreis und Polizei stets erst zeitnah vor Start der Baustelle stattfinden könnten.

Kritik an »wilden

Spekulationen«

Früher stünden diese hierfür gar nicht zur Verfügung. »Und natürlich müssen bei Entscheidungen zur Beschilderung und Verkehrsführung rund um eine Baustelle stets auch die jeweils aktuellen örtlichen Verhältnisse berücksichtigt werden, die sich kurzfristig ändern können«, heißt es weiter von Bürgermeister und Erster Stadträtin. Eine aussagekräftige, das heißt konkrete Information mit höherem zeitlichem Abstand vor Start einer Baustelle sei daher in der Regel gar nicht möglich.

Zur »Krönung« seien am Schluss der FDP-Pressemitteilung verschiedene Fragen in den Raum gestellt worden, die angeblich von der Stadt unbeantwortet geblieben seien. »Leider sind diese Fragen jedoch vom Verfasser der Pressemitteilung an niemanden im Rathaus bislang je gerichtet worden«, bedauern Antkowiak und Götz. Ihr Fazit: »Es ist schade, wenn Sachfragen - falls welche bestehen - nicht an die Zuständigen im Rathaus übermittelt werden, sondern stattdessen ankündigungslos wilde Spekulationen über ein ›mögliches Verkehrschaos‹ über die Presse verbreitet werden. Sachliche Kommunikation mit dem Willen zur Aufklärung im Interesse der Bürgerinnen und Bürger sieht anders aus.«

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