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Stimmgewaltiger Startschuss für das Friedberger Elvis-Weekend

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Von: Harald Schuchardt

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Keine Konkurrenz für die Elvis-Interpreten ist das Bad Nauheimer und Friedberger Gesangstrio, bestehend aus (v. l.) Klaus Kreß, Günter Kiefer und Dirk Antkowiak. © Loni Schuchardt

Ein Gesangstrio der besonderen Art hat das Elvis-Weekend in Friedberg eröffnet. Bis Sonntag wird in der Kreisstadt viel Abwechslung im Zeichen des King of Rock’n’Roll geboten.

Die Zeiten, in denen sich die beiden Nachbarstädte Bad Nauheim und Friedberg um den Titel »Elvis-Stadt« stritten und versuchten, sich mit dem Programm rund um den Elvis-Todestag am 16. August zu überbieten, gehören der Vergangenheit an. Das machten der Friedberger Bürgermeister Dirk Antkowiak und sein Bad Nauheimer Kollege Klaus Kreß bei der Eröffnung des 14. Elvis-Weekend am Donnerstag im Rathauspark ebenso deutlich wie Günter Kiefer, der Vorsitzende des Elvis-Presley-Vereins Bad Nauheim-Friedberg, der mit Unterstützung der Stadt die Elvis-Feiern in der Kreisstadt organisiert.

Fahrt zu

Film-Drehorten

»Es ist uns ein großes Anliegen, dass beide Bürgermeister heute hier sind«, sagte Kiefer bei der Begrüßung der zahlreichen Besucher im Rathauspark, in dem das feierliche Wochenende zum zweiten Mal stattfindet. »Wir sind der Stadt Friedberg sehr dankbar, dass wir hier in dieser tollen Location feiern dürfen«, betonte Kiefer, der das vielfältige Programm so umriss: »Wir haben eine ganze Menge vor.« Kiefer zählte kurz auf: Drei Busfahrten durch die ehemalige Kaserne, eine Fahrt zu den Drehorten des Elvis-Films »G.I.-Blues«, viel Musik und Zeitzeugengespräche im Rathauspark, Rock’n’Roll auf dem Elvis-Platz und zwei Sonderausstellungen im Wetterau-Museum, dessen Leiter Johannes Kögler ebenso zur Eröffnung gekommen war wie Bad Nauheims Stadtverordnetenvorsteher Oliver von Massow.

Antkowiaks

Jeep-Versprechen

»Ich freue mich besonders auf die Cadillac-Tour von Bad Nauheim nach Friedberg. Klaus Kreß werde ich zuvor wieder mit dem Jeep abholen«, versprach Antkowiak, der die Fans aufforderte: »Feiern Sie mit uns den King of Rock’n’Roll.« Kreß bekannte: »Elvis ist für unsere Stadt längst zu einem Wirtschaftsfaktor geworden.« Die Elvis-Statue sei inzwischen das beliebteste Fotomotiv in der Kurstadt geworden. In diesem Zusammenhang begrüßte Kreß Meike Berger und Angela Storm, die beiden Initiatorinnen der Statue, die sich selbst als »verrückte Hühner« bezeichnen.

Wie schon im Vorjahr - bei der Weekend-Premiere im Rathauspark - animierte Kiefer die beiden Bürgermeister dazu, mit ihm einen Elvis-Klassiker zu singen. »Wir haben wochenlang geübt«, witzelte Antkowiak, und Kreß mutmaßte: »Wenn wir gesungen haben, ist keiner mehr da.« Dem war dann doch nicht so, obwohl das Trio bei »Falling in Love with You« nicht jeden Ton exakt traf. Glücklicherweise war das Playback mit einem Chor recht laut. Die Fans jedoch waren begeistert, und Kiefer brachte es auf den Punkt: »Das soll einfach ein großer Spaß sein.« Der war es denn auch.

Besser machte es anschließend Elvis-Interpret Michael Aden, der aus Wilhelmshaven angereist war. »Ich bin so froh, dass ich heute hier bin und überhaupt singen kann«, sagte Aden, dem nach einem Auftritt beim Stadtfest in seiner Heimatstadt die Stimme versagte - »ganz ohne Corona«, sagte Aden, der sich mit Salbei-Tee und -tabletten halbwegs fit gemacht hatte. »Wenn ich einen Ton treffe, dann klatscht«, meinte der Elvis-Interpret, der sich vor allem tänzerisch in Topform präsentierte und von den Fans für seine Interpretation von Elvis-Klassikern wie »Love me Tender« oder »Ready Teddy« stürmisch gefeiert wurde.

Das weitere Programm in Friedberg

Musikalisch geht es im Rathauspark am heutigen Samstag, 13. August, ab 13 Uhr mit der Formation »Rock’n’Roll Roulette« und ab 16 Uhr mit zwei Shows von Elvis-Interpret Rami mit Band und dem Chor »Celebrations« weiter. Zum Frühschoppen am morgigen Sonntag spielt ab 11 Uhr die Band »Jukebox22«, und Teddy King läutet mit seinem Auftritt ab 15 Uhr das Ende des 14. Elvis-Weekend ein. Dazu kommen an beiden Tagen Zeitzeugengespräche und am Samstag um 16.30 Uhr das Anschneiden einer Elvis-Torte. Auf dem Elvis-Platz findet heute ab 11 Uhr ein »Rock’n’Roll-Marathon« mit dem Rosbacher Rock’n’Roll-Club »Lollipop« und einem halben Dutzend Boogie-Woogie- und Rock’n’Roll-Formationen aus Hessen statt.

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