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Transformer zieren Trafo-Haus

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Von: Harald Schuchardt

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Über die gelungene Graffiti-Aktion freuen sich (stehend v. l.) Ovag-Netzbezirksleiter Markus Ullersberger, Schulleiter Peter Schäfer, Kunstlehrerin Aysa Elliot, Profisprayer Andreas Pistner und Künstlerin Constanze Bretthauer. © Loni Schuchardt

Friedberg (har). Vor gut einem Jahr errichtete die Ovag ein neues Trafo-Haus auf dem Gelände der Henry-Benrath-Schule, direkt neben dem Gebäude, in dem sich ein Blockheizkraftwerk befindet. Da solche Gebäude oft mit ungebetenen Graffiti besprüht werden, fragte die Ovag bei der Schulleitung an, ob Interesse besteht, das Äußere des Trafo-Hauses künstlerisch zu gestalten.

Da traf es sich gut, dass an der Gesamtschule eine Graffiti-AG existiert. Deren Leiterin, Kunstlehrerin Aysa Elliot, war von der Idee begeistert. So begannen schon im letzten Jahr die Vorbereitungen für das Graffiti, das von Mittwoch bis Freitag letzter Woche aufgesprüht wurde.

20 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 6 bis 9 erarbeiteten ganz unterschiedliche Vorschläge. Schließlich einigte man sich auf Figuren, die den Robotern aus dem Film »Transformers« ähneln. »Alle Figuren und Elemente erzeugen Energie und sind durch einen Energiestrom miteinander verbunden«, erläutert Elliot, die Künstlerin Constanze Bretthauer mit ins Boot holte. Die Bad Nauheimerin arbeitet schon seit fast 20 Jahren mit Kindern und Schulen zusammen und verfügt über viel Erfahrungen in diesem Bereich.

Einen grün-braun-gelben Transformer haben die Freundinnen Selin Angelova (14) und Hannah Gebauer (15) entworfen. »Wir wollten das Element Erde in den Mittelpunkt stellen, haben Farben verwendet, die auf der Erde vorkommen. Deshalb sieht man Moos, Gras oder einen Vogel auf dem Transformer«, erklärt Hannah. Nicht fehlen im Graffiti-Werk durfte der Adolfsturm mit dem nördlichen Burgtor. Die fertigen Entwürfe erhielt der Wiesbadener Profisprayer Andreas Pistner, der die entsprechenden Vorlagen erarbeitete und am Mittwoch zusammen mit den Kindern und Jugendlichen begann, das Graffiti zu sprayen.

»Die machen das alle ganz toll«, meinte der Graffiti-Profi. Schulleiter Peter Schäfer zeigte sich bei der Präsentation am Freitagmittag ebenso begeistert wie Ovag-Netzbezirksleiter Markus Ullenberger. »Ihr habt tolle Arbeit geleistet, das hier ist Superplus«, sagte Schäfer zu den AG-Mitgliedern, die die drei Graffiti-Tage auch für andere Aktivitäten im Freien nutzen konnten. Da entstanden Graffitis auf Staffeleien, andere besprühten Kleidungsstücke, so wie die Jeansjacke von Ash Bösch. Einen Wunsch hatten alle Anwesenden noch. »Wir würden gerne die Wände des Blockheizkraftwerks mit Graffitis gestalten«, sagt Eliot. Die Graffiti-AG will beim Wetteraukreis, dem das Gebäude gehört, nachfragen.

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