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Trauer um Gerhard Bremmer

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Von: red Redaktion

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Gerhard Bremmer © pv

Friedberg (pm). Trauer und Betroffenheit hat die Nachricht vom Tod des Friedberger Architekten Prof. Gerhard Bremmer ausgelöst. Michael Frielinghaus, sein langjähriger Partner im Architekturbüro blfp, würdigte ihn als einen »unermüdlichen Kämpfer für die Vermittlung von Architekturqualität. Seine Begeisterungsfähigkeit für neue Entwicklungen war der Schlüssel für viele Türen, die er öffnete in seinem Büro, im Bundesvorstand des BDA, in der Architektenkammer Hessen und an seinem Lehrstuhl in Leipzig«.

Bremmer wurde 1936 in Bad Schwalbach geboren. Seine Schulzeit verbrachte er in Wiesbaden und Friedberg. Nach dem Studium in Frankfurt, Wien und Berlin kam er 1962 mit seiner ersten Frau Helga nach Friedberg ins Architekturbüro seines Schwiegervaters Heinrich Hohmann. Zusammen mit Bernhard Lorenz gewann er bald bedeutende Architekturwettbewerbe, zunächst vor allem im Schulbau. 1970 wurde Bremmer in den Bund Deutscher Architekten aufgenommen, 1977 war er erstmals Mitglied im Vorstand des BDA Hessen.

Bremmer wurde 1984 zum Präsidenten der Architektenkammer Hessen gewählt, ein Ehrenamt, das er 20 Jahre lang ausübte. In dieser Zeit hat sich die AKH zu einer der modernsten Architektenkammern in Deutschland entwickelt. Ein Beispiel dafür ist der von ihm initiierte Tag der Architektur, der zur Begegnung mit zeitgenössischer Architektur einlädt. Für sein großes Engagement wurde ihm das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Die für eine so hochpolitische und kulturelle Aufgabe nötige Zähigkeit hat er in vielen Marathonläufen in Moskau oder New York (ASC-Marathon Friedberg) nachgewiesen. Über 40 Jahre war er Mitglied im VfB Friedberg und hat auch als dessen Vorsitzender (1976-1980) die heimische Sportlerwelt unterstützt. FOTO: PV

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