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Trommel-Joe und die Sprache der Musik

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Von: red Redaktion

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Mit großem Engagement und farbenprächtig bringen die Schülerinnen und Schüler der Philipp-Dieffenbach-Schule die Geschichte von Trommel-Joe auf die Bühne. © pv

Friedberg (pm). Wie ist es eigentlich in einem Orchester mit über dreihundert Musikerinnen und Musikern zu spielen? - Diese unvergessliche Erfahrung haben die Kinder der Philipp-Dieffenbach-Schule an zwei Tagen des von Claus Krogmann konzipierten Trommelfestes machen können, schreibt die Schule. Alles drehte sich dabei um die Geschichte von Trommel-Joe, der im Dschungel wohnt, mit den Tieren zusammen Musik macht und viel Spannendes erlebt.

»Aber der Trommel-Joe, das bist ja du!« - so mutmaßten die Kinder der PDS regelmäßig, wenn Musiklehrer Claus Krogmann Geschichten des ausgewanderten Musikers im Unterricht erzählte und dazu trommelte oder trommeln ließ. Umso größer war die Überraschung, als Trommel-Joe dann unverhofft zur Präsentation seiner eigenen Geschichte in der Friedberger Seebachhalle erschien, um mit den Kindern ein paar Rhythmen auszutauschen und dann weiterzuziehen. Nach diesem gelungenen Auftakt ging es los, und die Schülerinnen und Schüler begleiteten die von Krogmann vorgetragene Geschichte des Trommel-Joe mit verbalen Reaktionen, furiosen Einwürfen und Mini-Arrangements. Die Arrangements wurden am Tag zuvor mit sieben grundschulerfahrenen Kooperationslehrerinnen und -lehrern der Musikschule Friedberg erarbeitet. Das vom Musikschulleiter Bert Jonas und Krogmann zusammengestellte Team wurde dabei pädagogisch von den Klassenlehrkräften der PDS unterstützt. »Hier haben wirklich sehr viele Kräfte an einem Strang gezogen«, so Krogmann. »Und es ist nicht selbstverständlich, dass man so viel Unterstützung vom Kollegium und der Schulleitung erfährt, wenn man ein solches Pilotprojekt plant, das sämtliche Kapazitäten der Schule in Anspruch nimmt.« Die Vorbereitungen für das Projekt hatten bereits lange im Voraus begonnen: In den Lehrerkonferenzen wurde kräftig diskutiert wie und vor allem wo das Großprojekt auf die Bühne gebracht werden könnte; immer wieder dröhnten heiße Rhythmen aus dem Musiksaal.

Lustige Reime und bunte Tiermasken

Im Deutschunterricht wurden lustige Tierreime auswendig gelernt, und in der Kunststunde bastelten die Kinder mit viel Hingabe ihre kreativen Tiermasken, die dem Publikum schließlich einen Extraapplaus in der Aufführung entlocken konnten.

Unterstützt wurde die PDS außerdem von den Musikpädagoginnen Iris Trageser und Beate Hesse aus der benachbarten Johann-Peter-Schäfer-Schule, die ihrerseits einige Schülerinnen und Schüler mitgebracht hatten. Schon vor drei Jahren gab es eine Kooperation der beiden Schulen, in der unterem anderem das Musical »Max und die Zaubertrommel« sowie ein gemeinsamer Chor zum Empfang der ESC-Kandidatin Aly Ryan zusammenstellt und auf die Bühne gebracht wurde. Die JPSS war bei diesem Trommelfest nicht nur Gast, sondern Gastgeber zugleich, denn nicht nur mit Instrumenten, sondern auch mit Proberäumen wurde großzügig ausgeholfen.

Das Unterrichtsmotto »Zusammen können wir mehr erreichen als alleine« wurde auch hier einmal mehr erfahrbar. Das Publikum bekam dies auf eindrucksvolle Weise zu spüren, als der ganze Saal bebte und sich mit 13 gleichzeitig trommelnden, klatschenden, rappenden und spielenden Klassen ein musikalisches Feuerwerk entfachte. Dank des großen Engagements von Musiklehrer Krogmann wurde das Projekt für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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