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Und plötzlich taucht beim Müllsammeln in Friedberg ein Kästchen mit Schmuck auf

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Von: Harald Schuchardt

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Die Zahl der Teilnehmer ist rekordverdächtig. © Loni Schuchardt

Bei der Usa-Säuberung des Angelsportvereins Friedberg und Umgebung wird eigentlich Müll gesammelt. So auch diesmal, doch es tauchte auch ein Kästchen mit wertvollen Dingen darin auf.

Alljährlich lädt der Angelsportverein Friedberg und Umgebung (ASV) am ersten Märzsamstag die Bevölkerung zur Usa-Säuberung ein. Im vergangenen Jahr sammelten die Vereinsmitglieder wegen der strengeren Corona-Regeln alleine Müll. Am Samstag war es dann wieder so wie all die Jahre zuvor - und sogar noch besser, was die Teilnehmerzahl betraf. ASV-Vorsitzender Wolfgang Heisig begrüßte vor dem Fauerbacher Schützenhaus neben 35 Vereinsmitgliedern auch 15 Bürger, Mit dabei waren Bianca Schaumann und ihre Tochter Emma. »Wir wohnen in der Nähe des Friedhofs und gehen hier gerne spazieren, gerade seit Corona«, erzählte die Mutter. »Auf der anderen Seite wurde gebaut, am Parallelweg zur Usa sieht es schlimm aus.«

Entschuldigt hatte sich in diesem Jahr Bürgermeister Dirk Antkowiak, ansonsten Stammgast bei der Usa-Säuberung. Heisig dankte der Stadt für die erneute Unterstützung. Unter anderem stellte der Bauhof ein Fahrzeug zum Transport des Mülls zur Verfügung, und die Getränke waren von der Stadt gestiftet worden.

Unzählige Hundekotbeutel

»Letzte Woche hätten wir noch nicht sammeln können, doch nach dem Rückgang des Hochwassers gibt es jetzt genug zu tun«, sagte Heisig, der vorab die Usa von der Stadtgrenze Bad Nauheims bis hinter die Straßenbrücke von und nach Ossenheim mit dem Rad abgefahren war. An den Böschungen hatte er Plastikfolien im Gestrüpp ebenso entdeckt wie unzählige Hundekotbeutel und viel Kleinmüll. Vier Gruppen wurden eingeteilt, und es begann das Müllsammeln. Nach drei Stunden trafen sich alle am Ausgangspunkt zum Imbiss. »Die Bäckerei Schmidt hat drei Kisten Brötchen und Stückchen gespendet, der Verein hat Wurst und Käse dazu gekauft«, teilte Heisig mit, der von überraschenden Funden berichtete.

Ein Fund ist sehr unappetitlich

Den wohl interessantesten hatte Heisig selbst gemacht: In der Usa entdeckte er eine Schmuckschatulle, in der sich unter anderem zwei Damenarmbanduhren, Münzen und Schmuck befand. »Ich habe die Polizei verständigt, es handelt sich mit Sicherheit um Diebesgut«, sagte der pensionierte Polizist. Einen ekligen Fund machten Helfer in einem Gestrüpp. »Da lagen mehrere Kilo Fleisch und Käse sowie um die 150 Eier«, sagte Heisig.

Den meisten Müll fand man am Fauerbacher Kleingartenbauverein, darunter einen Rasenmäher, mehrere Elektrogeräte, blaue Säcke mit Gartenabfällen sowie Blumentöpfe. »Überall dort, wo auf dem Vereinsgelände Wege zur Usa führen, wurden wir fündig«, sagte Heisig. Nach dem Imbiss sammelten einige Vereinsmitglieder die entlang des Promenaden- und Radwegs gelagerten Fundstücke ein und brachten sie in einen Container, der bei der Kläranlage bereit stand.

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