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Vielfältige Klänge und der Wunsch nach Frieden

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Von: red Redaktion

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Die New Tones geben nach drei Jahren Pause ein festliches Konzert im Bürgerhaus. © pv

Friedberg-Dorheim (pm). Nach dreijähriger Pause konnte die Sängergemeinschaft Dorheim mit ihrem Chor New Tones kürzlich wieder ein festliches Konzert, diesmal im Bürgerhaus, ausrichten. Die Bühne im Saal war festlich geschmückt mit großen Laternen und rot leuchtenden Weihnachtssternen.

Vorsitzende Helga Urban wollte die Veranstaltung eröffnen, doch es fehlten Chorleiter Tobias Lipka und Sänger Gerhard Fahrenbruch. Da öffnete sich die Tür, und leicht verspätet stürzten die beiden in Jacke und Schal herein. »Ist es euch auch so kalt?«, rief Bass Gerhard, für jeden Spaß zu haben. Das war die passende Einleitung zu dem fröhlichen Winterlied mit dem Titel »Es ist so kalt« von Lorenz Maierhofer.

Nach dem ersten Applaus begrüßte Helga Urban alle Anwesenden im Saal und auch die musikalischen Gäste, die den weiteren Verlauf des Konzerts mitgestalteten. Urban und Gabi Fourier führten durch das Programm des Nachmittags. Das Popchanson von Lorenz Maierhofer »Weihnachten, wir seh’n uns bald« gab auch die Idee für das Motto der Veranstaltung. Drei junge Männer der Bläsergruppe des Musikcorps Dorheim - Henning Repp, Alexander Schröck und Tim Gebauer - spielten mit einfühlsamen, festlichen Trompetentönen »Tochter Zion«, »Alle Jahre wieder«, »Ihr Kinderlein kommet« und »Fröhliche Weihnacht«.

Dann ging es an den Broadway nach New York in die Zeit des Rockabilly mit dem Welthit von Brenda Lee »Rockin’ around the christmas tree«. Das kam gut bei den Zuhörern an, es wurde geswingt und mitgeschnippt. Nun ging es in die Renaissance. Die New Tones sangen die von Mike Oldfield modernisierte, flotte Version von »In dulci jubilo« mit einer Mischung aus deutschem und lateinischem Text. Chorsängerin Inge Schreiber, flankiert von einem großen Wichtel, las allen Zuhörern die vorweihnachtliche Geschichte von Rudolf, dem Rentier mit der roten Nase, vor.

Beienheimer Eintracht wirkt mit

Weitere musikalische Gäste waren die Chormitglieder der Eintracht Beienheim, auch unter der musikalischen Leitung von Tobias Lipka. Aus der klassischen Musik hörte das Publikum das »Winterlargo« aus den »Vier Jahreszeiten« von Antonio Vivaldi. »The First Noel«, ein französisches Weihnachtslied, sang die Eintracht in deutscher Sprache. Danach verschmolzen beide Chöre zu einem und sangen das gospelartige Kirchenlied »Halleluja, dir, Quelle des Lebens«.

Der Song »Lichterketten« von Sasha wurde von einer Gesangsgruppe aus Beienheim, bestehend aus Brigitte und Manuela Major, Gerhard Fahrenbruch, Bernhard Philippi und Peter Major mit bunter Lichterkette in Szene gesetzt. Mit dem ukrainischen Neujahrslied »Shchedryk« boten die New Tones den anwesenden Flüchtlingsfrauen und ihren Kindern ein bisschen Heimat und wünschten allen mehr Frieden. Die junge Ukrainerin Vasylyna fand im April diesen Jahres den Weg zur Chorgemeinschaft in Dorheim und vermittelte gekonnt den Text in ihrer Sprache.

Der nächste gefühlvolle Song »Walking in the air« aus dem Kinderfilm »The Snowman« entführte die Zuhörer über verschneite Landschaften in den Norden auf die Reise zum Weihnachtsmann. Danach sang die Eintracht Beienheim das Lied »Silent Night Scarborough Fair«. Peter Major begleitete das stimmungsvolle Lied am Anfang und am Ende mit einer indianischen Flöte.

Gegen Ende der Veranstaltung taten sich beide Chöre wieder zusammen und brachten mit der weihnachtlichen Version der Musik aus dem Film »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« den Saal zum Mitsingen und Schwingen im Drei-Viertel-Takt. Nach den Abschiedsworten von Helga Urban an das Publikum und dem Dank an alle Mitwirkenden und Besucher intonierten die New Tones einen Ohrenschmaus: die Chorversion von »Driving home for christmas« von Chris Rea. Nach dem Schlussapplaus waren alle eingeladen zu einem Umtrunk mit Imbiss und ein wenig geselligem Zusammensein.

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