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Wetteraukreis investiert weiter in den Bau von Schulen

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Ein Beispiel unter vielen: Über die Bauarbeiten an der Geschwister-Scholl-Schule in Assenheim informiert sich Landrat Jan Weckler (l.) bei Konrektorin Kerstin Bauschke und Schulhausmeister Andreas Rieb-Sautier. ARCHIV © Pressedienst des Wetteraukreis

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat den Kreis-Haushalt für 2022 genehmigt. Der Etat verzeichnet Rekordsummen für den Schulbau und für eine verbesserte Mobilität im Wetteraukreis.

Ohne Einschränkungen hat das RP Darmstadt als Aufsichtsbehörde den Haushalt des Wetteraukreises für das Jahr 2022 genehmigt. Die Genehmigung für das zweite Haushaltsjahr 2023 wurde, »wie bereits viele Male zuvor«, zurückgestellt. »Das ist in Jahren, die signifikante Veränderungen zu den Planungen im ersten Jahr eines Doppelhaushalts erwarten lassen, übliche Praxis«, teilt Kreisbeigeordneter und Kämmerer Matthias Walther (CDU) mit.

Ein beachtliches Investitionsvolumen in Höhe von 172,6 Millionen Euro ist im Doppelhaushalt 2022/2023 vorgesehen. Den größten Teil macht das Schulbau- und Schulentwicklungsprogramm aus, das fortgeführt wird: Dafür investiert der Wetteraukreis als Schulträger 2022 und 2023 über 100 Millionen Euro - und damit doppelt so viel wie in den beiden Vorjahren.

Auch im Bereich »Mobilität« steigt das Investitionsvolumen an. Für den Ausbau von Radwegen, Kreisstraßen und Schienenstrecken investiert der Kreis 24,1 Millionen Euro. »Beispiele für große Verkehrsprojekte, die wir aktuell umsetzen wollen, sind etwa der Ausbau des Radwegs K 11 zwischen Ober-Wöllstadt und Nieder-Rosbach und die Erneuerung der K 211 bei Büdingen. Die Reaktivierung der Horlofftalbahn und die Planungen des 2. Bauabschnitts der S 6 zwischen Bad Vilbel und Friedberg stehen ebenso auf der Agenda«, erläutert Walther.

Hinzu kommen wichtige Investitionen im Bereich Klimaschutz. Dessen Stellenwert zeige sich an zahlreichen Stellen im Kreishaushalt, so Walther: »Der Wetteraukreis koordiniert Klima- und Naturschutzprojekte in Schulen, mit der Landwirtschaft und im Bau und begleitet die Kommunen bei ihren eigenen Projekten. Eigene Bauprojekte werden bewusst nachhaltig und möglichst energieeffizient geplant und umgesetzt. Konkrete Maßnahmen wie Fairtrade, Radregion Wetterau oder die Ökomodellregion werden weiterhin gezielt gefördert.«

Mehr digitale Angebote machen

Auch im Bereich Digitalisierung verfolge der Wetteraukreis ambitionierte Ziele: »Die Digitalisierung ist Grundlage für eine zeitgemäße und bürgerfreundliche Verwaltung. Dieser Transformationsprozess erfordert große Investitionen in die Modernisierung der Verwaltungsabläufe«, betont der Kämmerer. Der Wetteraukreis werde in den kommenden Jahren immer stärker in moderne IT-Infrastruktur investieren und orientiert am Online-Zugangsgesetz seine Leistungen schrittweise digital zugänglich machen.

Auch personell stellt sich der Kreis dort stärker auf, wo es die derzeitige Weltlage erfordert - so etwa im Bereich »Gesundheit und Katastrophenschutz«. Hier sind im Vergleich zum Vorjahr 22,5 neue Vollzeitstellen entstanden. »Ob Corona-Pandemie, Ukrainekrieg oder die sich zuspitzende Energiekrise: Dem Zivil- und Katastrophenschutz kommt eine immer größer werdende Bedeutung zu, wenn es um die Sicherheit der Menschen in unserem Landkreis geht«, sagt Walther.

Russen-Krieg sorgt für Veränderungen

Der Kämmerer erinnert daran, dass der Haushalt am 24. Februar 2022, dem Beginn der Invasion der russischen Truppen in die Ukraine, einer in der Nachkriegsgeschichte nie dagewesenen weltpolitischen Lage, in den Kreistag eingebracht wurde. Somit könnten Auswirkungen aus allen hiermit verbundenen Veränderungen nicht beinhaltet sein. Diese würden derzeit beziffert und können, falls das erforderlich ist, in eine Veränderungssatzung zum Haushaltsjahr 2023 führen. »Vieles deutet hierauf hin, sicher zu bestimmen ist dies aber insbesondere bei den vielfältigen Mehraufgaben durch den Ukrainekrieg derzeit nicht.«

Zwar werde der Wetteraukreis voraussichtlich keine wesentliche Ergebnisverbesserung wie in den vergangenen Jahren erzielen können. Das Planwerk für das Haushaltsjahr 2022 erweise sich im Vollzug bisher jedoch als sehr solide und - nicht zuletzt aufgrund der guten Vorsorge bei Energie- und Wärmeeinkauf und bereits beschlossener Haushaltssicherungsmaßnahmen - als »zielgenau«.

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