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Wie soll das ehemalige Kaufhaus Joh heißen?

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Von: Jürgen Wagner

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Mitte März wird der Wettbewerb starten, bei dem ein Name für das Joh-Gebäude gefunden werden soll. © Nicole Merz

Bürgerbeteiligung wird groß geschrieben. Das gilt sogar bei privasten Bauprojekten. Die Werkmann-Gruppe ruft zu einem Namenswettbewerb auf: Wie soll das ehemalige Kaufhaus Joh heißen?

Wir treffen uns vorm Joh.« »Mal sehen, wann der Joh umgebaut wird.« Auch wenn das Kaufhaus seit über acht Jahren geschlossen ist, konnte sich der Name halten. Wie sollte man das Gebäude auch sonst nennen? Jetzt, wo die Planung für den Umbau auf Hochtouren läuft, soll auch ein neuer Name her. Dazu wird ein öffentlicher Wettbewerb zur Namensfindung ausgerufen.

Die Stadtverordnetenversammlung hat die Aufstellung des Bebauungsplans beschlossen. »Wir freuen uns sehr, dass damit der offizielle Startschuss für die Umgestaltung dieses zentral gelegenen Gebäudes gefallen ist«, stellt Uwe Werkmann, Geschäftsführer der Werkmann Unternehmensgruppe, fest. Er hat die Immobilie am Elvis-Presley-Platz erworben und entwickelt sie gemeinsam mit der Stadt und dem Friedberger Architekturbüro BLFP. Mit dem Aufstellungsbeschluss beginnt auch die Bürgerbeteiligung. Im ersten Schritt sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich an der Namensfindung für das neu gestaltete Gebäude zu beteiligen.

Erd- und Tiefgeschoss der Kaufhaus-Immobilie sollen erhalten bleiben. Drei neue Baukörper entstehen darüber, aufgebrochen durch begrünte Lichthöfe. Auf dem gestaffelten Gebäude sind mehrere Dachgärten vorgesehen. Ein Highlight wird das »Rooftop-Café«. Das neue Gebäude wird sich weitgehend an den Ausmaßen des alten orientieren. Im Inneren ist ein Mix aus Flächen für Einzelhandel, Büros und Arztpraxen sowie Wohnungen geplant.

Historischer Bezug oder Abkürzung

»Wir wissen, wie wichtig den Friedbergern dieses geschichtsträchtige Gebäude ist. Es liegt im Herzen ihrer Stadt und wird weiterhin eine Leuchtturmfunktion haben. Da spielt ein Name, mit dem sich die Einwohner identifizieren können, eine große Rolle«, erklärt Werkmann.

»Das Beste ist es natürlich, wenn der Name aus den Reihen der Bürgerschaft selbst kommt. Wir laden daher alle Interessierten dazu ein, kreative Vorschläge einzureichen.« Der Wettbewerb für die Namensfindung startet Mitte März, Vorschläge können dann über die Werkmann-Homepage gemacht werden. »Wer sich schon jetzt Gedanken machen möchte: Der Name sollte sowohl zur Stadt als auch zum besonderen Standort des Gebäudes passen. Er kann selbstverständlich gern einen historischen Bezug haben, sollte aber auch die künftige Nutzung des Gebäudes widerspiegeln. Abkürzungen und Anglizismen sind erlaubt«, sagt Werkmann.

Details zum Wettbewerb sind ab Mitte März online auf www.werkmann-gruppe.de zu finden. Parallel zum Wettbewerb wird es in Kooperation mit der Werbegemeinschaft »Friedberg hat’s« eine Postkarten-Aktion geben, die zur Teilnahme am Wettbewerb aufruft und ebenfalls Details erklärt. Die Jury, die aus den eingegangenen Vorschlägen den Namen auswählen wird, besteht aus Bürgermeister Dirk Antkowiak, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Klaus-Dieter Rack, Merle Ljungh von der Wirtschaftsförderung der Stadt, BLFP-Architekt Andreas Schmidt, Katja Ebert von der Kommunikationsagentur Ballcom sowie Uwe Werkmann: »Die Gewinnerin oder den Gewinner des Wettbewerbs belohnen wir mit einem attraktiven Preis. Zudem prämieren wir die besten Vorschläge, die es in die Endauswahl geschafft haben.«

Mit dem Umbau des Kaufhauses Joh will Werkmann die Chance nutzen, eine wichtige innerstädtische Fläche in Friedberg zu revitalisieren. Dabei soll der Neubau einerseits in die bestehenden Baustrukturen eingefügt, andererseits als eigenständiger Baustein des Stadtbildes wahrgenommen werden.

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