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Zu Burg und Glockenwelt

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Von: Haimo Emminger

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Die Gruppe aus Friedberg macht hier nahe der Burg Greifenstein Station. © Haimo Emminger

Friedberg (emh). Aus bekannten Gründen musste der traditionelle Jahresausflug der Ehemaligen der 1952 gegründeten Friedberger Mercedes-Niederlassung Dr. Vogler KG wiederholt verschoben werden. Dementsprechend waren Vorfreude und Spannung unter den etwa 50 Teilnehmern besonders groß, als sie sich kürzlich am Parkplatz hinter der Stadthalle endlich wieder zu einer Exkursion treffen konnten.

In diesem Jahr führte das Organisationsteam Reinhard Wilk und Hartmut Suppes die ehemaligen Mitarbeiter per Bus zunächst nach Sinn zur Kunst-Glockengießerei Rincker. Von der Lehmmischung bis zu fertigen Glocken und deren Klang wurde deren Entstehungsweg bei einer Führung durch das Unternehmen kompetent erläutert. Das Arbeitsgebiet geht weit über das Herstellen von Glocken hinaus, etwa in den Bereich der Kunst, wo Skulpturen aller Art gegossen werden. Großes »AHA« erzielte die Information, dass auch die inzwischen weltbekannte lebensgroße Skulptur von Elvis Presley auf der Usa-Brücke in Bad Nauheim von Rincker gefertigt worden war.

Mit viel Gesprächsstoff ging es weiter zur zehn Kilometer entfernten Glockenwelt der Burg Greifenstein, einem Denkmal von nationaler Bedeutung. Nach dem Aufstieg vom Parkplatz in Ehringshausen wurde die Gruppe über die Geschichte der von den Grafenfamilien Solms-Braunfels im 13. Jahrhundert errichteten Burg informiert. Sie hat vielen Belagerungen widerstanden und selbst den Kanonenkugeln des Dreißigjährigen Krieges getrotzt, war aber längere Zeit dem Verfall preisgegeben. Seit 1969 sorgt ein Verein für den Erhalt der immer noch imposanten Burgruine. Die Besichtigung der prunkvollen Barockkirche, der geheimnisvollen Kasematten, der Besuch der in ihrer Art bedeutendsten Glockensammlung Deutschlands und die großartige Aussicht von den das Erscheinungsbild der Burg prägenden Doppeltürmen haben großen Eindruck hinterlassen.

Beim anschließenden geselligen Beisammensein in »Gittis Berghütte« sorgten Helmut Lipka und Karl Krebs zusammen mit einem Gesangstrio aus dem Kreis der Ehemaligen für beste Stimmung und brachten den Saal bei Polonaise und Tanz auf den Tischen zum Beben.

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