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Zweckverband für Gewerbepark gegründet

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Ein Meilenstein für den Gewerbepark ist erreicht: die Chefs, Chefinnen und Vertreter aus Nidda, Gedern, Schotten, Ortenberg, Echzell und Hungen sowie der Wirtschaftsförderung Wetterau nach der Unterschrift für den Zweckverband. © PM

Es ist ein Meilenstein für den Interkommunalen Gewerbepark Oberhessen in Nidda-Borsdorf. Sechs Kommunen begründen die Gesellschaftsform. Auch für den Baubeginn gibt es einen Termin.

Wetteraukreis (pm). Der geplante »Interkommunale Gewerbepark Oberhessen«, der unter dem Leitbild »Grün statt Grau« in Nidda-Borsdorf verwirklicht werden soll, hat eine weitere Hürde genommen. Vertreter aller sechs beteiligten Kommunen haben offiziell einen Zweckverband gegründet. Die Genehmigung der Zweckverbandssatzung wurde von Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid noch im August erteilt. »Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht, um das Projekt zum Erfolg zu führen«, schreibt Niddas Bürgermeister Thorsten Eberhard in einer Pressemitteilung.

Aus allen fünf Nachbarkommunen - neben Nidda sind das Echzell, Gedern, Hungen, Ortenberg und Schotten - waren die Bürgermeister und Ersten Stadträte beziehungsweise Beigeordnete angereist, um den Vertrag zu unterschreiben. Sie alle betonten, sie seien sich sicher, mit dem »Interkommunalen Gewerbepark Oberhessen« (IGPO) einen Zukunftsstandort in sehr guter regionaler Lage sowie ein hessenweit einzigartiges Modellvorhaben zu verwirklichen.

Auch soziale Aspekte zählen

Ziel der beteiligten Kommunen ist es, den regionalen Wirtschaftsraum nachhaltig weiterzuentwickeln und für die Zukunft zu stärken. Mit dem Projekt sollen qualifizierte Arbeitsplätze in der Region entstehen, nicht zuletzt durch den Ausbau der betrieblichen sowie der wissenschaftlichen Ausbildung. Zudem sollen durch die Zusammenarbeit möglichst wenige wertvolle Flächen verbraucht werden.

Ein besonderes Augenmerk legen die Verantwortlichen auf die ökologische und energieeffiziente Bauweise der dort entstehenden Gebäude. Entsprechend wurden Leitlinien für die Vergabe der Grundstücke erarbeitet. Denn nicht zuletzt gelte der Anspruch, Unternehmen mit moderner, klimafreundlicher, energieeffizienter, CO2-reduzierter und nachhaltiger Perspektive anzusiedeln. Dafür wurde eigens ein Punkte-Programm entwickelt, das aber auch beispielsweise die Zahl der Ausbildungsplätze berücksichtigt. Wer mehr Ausbildungsplätze anbietet, bekommt mehr Punkte als ein Unternehmen, das nicht ausbildet. Dadurch können auch soziale Kriterien berücksichtigt werden.

Darüber hinaus sollen sowohl die Grundstücke als auch die Gebäude begrünt werden. Das fördere die Aufenthaltsqualität auf dem Firmengelände - ein zentrales Kriterium der Ausschreibung. Durch solares Bauen werden außerdem die natürlichen Energieressourcen des Standortes insbesondere in Form der Sonnenenergie genutzt, so der Plan.

Ein ganzheitlicher Bauplanungsansatz - von der Gebäudegeometrie über die Baustoffe und Materialien bis zu energieeffizienten Technologien - bilden das Grundgefüge des Gewerbeparks im Zeichen von »Grün statt Grau«. Es geht um Gebäude, die an sich ein Medium für Energiegewinnung und -speicherung darstellen. Im nächsten Schritt sollen die Erschließungsarbeiten für das Gelände organisiert werden. Dafür müssen nun entsprechende Firmen beauftragt werden. Einstweilen müssen die Kommunen in finanzielle Vorleistung treten, um die Arbeit aufnehmen zu können.

Baustart könnte 2024 sein

Derzeit laufen die Vorbereitungen und Gespräche mit Fördermittelgebern. Wenn es nach dem Willen der Verantwortlichen geht, soll das Projekt zu einem Teil aus Mitteln der Europäischen Kommission und zu einem Teil aus Landesmitteln gefördert werden.

Voraussichtlich Ende März 2023 soll es einen Satzungsbeschluss für das Gebiet geben, sodass der Bebauungsplan in Kraft treten kann. Anschließend können sowohl die Erschließungsarbeiten als auch die Vermarktung der Flächen starten.

Vermutlich kann das Projekt in drei Bauabschnitten verwirklicht werden. Jedes Jahr soll ein Bauabschnitt fertiggestellt werden. Wenn alles wie geplant läuft, könnten 2024 die ersten Gebäude im Interkommunalen Gewerbepark gebaut werden.

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