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Fünf weitere Projekte bewilligt

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Von: red Redaktion

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Christel Schmidt (Ortsbeirat Staden), Rudi Goll (Ortsvorsteher Nieder-/Ober-Florstadt), Désirée Albrecht (Fachstelle Strukturförderung Wetteraukreis), Volker Matthesius (Leitung Strukturförderung), Bürgermeister Herbert Unger, Max-Florian Repp (Stadt), Gudrun Neher (Stadtverordnete aus Stammheim) und Horst Schmidt (Ortsvorsteher Stammheim) bei der Übergabe der Bewilligungsbescheide. © pv

Florstadt (red). Fünf weitere kommunale Projekte in fünf Stadtteilen sind in Florstadt im Zuge des Dorfentwicklungsprogramms bewilligt worden. Vertreter des Wetteraukreises überreichten Bürgermeister Herbert Unger (SPD) die Bescheide für die Maßnahmen in Ober- und Nieder-Florstadt, Nieder-Mockstadt, Stammheim und Leidhecken. Die Brutto-Gesamtkosten betragen rund 1,25 Millionen Euro.

Die Stadt erhält 657 022 Euro, das sind 85 Prozent der förderfähigen Nettokosten.

Mit Blick auf die wegen Corona geschwächte Finanzkraft der Kommunen hatte die Landesregierung im August 2020 die Förderquote für kommunale Maßnahmen von 65 auf 80 Prozent der förderfähigen Nettokosten erhöht. Aktuell ist dieser Prozentsatz bis Ende 2022 befristet. Die Freude im Florstädter Rathaus ist groß, dass die Förderquote für die in diesem Jahr bewilligten Projekte sogar 85 Prozent beträgt.

Der in die Jahre gekommene Platz »Alte Schule« in Ober-Florstadt wird neu gestaltet. Wegen der Linden, die dort stehen und Schatten spenden, heißt er auch »Unter den vier Linden«. Früher diente die Freifläche für Märkte, Feste und als Pausenhof. Weil sie Zeugnis vom vergangenen dörflichen Gemeinschaftsleben gibt, ist sie zudem ein erhaltenswertes Einzelkulturdenkmal.

Als solches gilt auch die ehemalige Synagoge in Nieder-Mockstadt. Sie wird restauriert und gibt künftig dem historischen Archiv aller Stadtteile und der Sammlung des Arbeitskreises »Jüdisches Leben in Florstadt« eine Heimat. Auch kulturelle Veranstaltungen sollen dort stattfinden. Das kulturhistorische Gebäude war ursprünglich eine Scheune, ab 1836 eine Synagoge und ab 1952 ein Feuerwehrgerätehaus. Seit 1997 steht es leer.

Der Saalbau Lux in Nieder Florstadt, wo kulturelle, private und öffentliche Veranstaltungen stattfinden, ist eines der bedeutendsten kulturhistorischen Gebäude in der Kommune und wurde bereits 2004 im Zuge der Regionalentwicklung umfassend saniert und gefördert. Damit die Außenanlage besser genutzt werden kann, wird er mit Parkplätzen, einem Backhaus und einer Werkstatt ergänzt.

Der Platz Sodenweg/Wetteraustraße in Stammheim wird begrünt und so gestaltet, dass sich die Geschwindigkeit des Verkehrs reduziert. Fünftes Projekt ist der Festplatz in Leidhecken, der ausgebaut und aufgewertet werden soll. Die Stadt verspricht sich davon ein besseres Freizeit- und Kulturangebot. Ein weiterer Förderantrag zur Teilsanierung des Stadener Schlosses liegt bereits vor. Wenn bis Herbst die Details geklärt sind, kann auch er bewilligt werden. Bürgermeister Unger bedankte sich bei der Übergabe der Bewilligungsbescheide für die sehr gute Zusammenarbeit mit der Fachstelle Strukturförderung des Wetteraukreises.

Bisher wurden in Florstadt 24 kommunale Vorhaben mit einem Gesamtzuschuss in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro und einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 2,76 Millionen Euro umgesetzt. Dazukommen 83 private Vorhaben mit einem Gesamtzuschuss in Höhe von etwa 2,2 Millionen Euro und einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 12,3 Millionen Euro.

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