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»Für einige ein Sprungbrett«

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Dorothea Leimbach (r.) und Eva Westerwald begleiten die Freiwilligen als pädagogische Mitarbeiterinnen beim Internationalen Bund. © pv

Seit September 2020 ist der Internationale Bund (IB) in Friedberg Träger für Freiwilligendienste im Wetterau- und im Main-Kinzig-Kreis, aktuell sind etwa 60 Freiwillige im Einsatz. Dorothea Leimbach steht als Koordinatorin und pädagogische Mitarbeiterin im engen Kontakt mit ihnen. Im Interview schildert sie ihre Eindrücke und erklärt, wie sich die Pandemie auf die Freiwilligendienste und die Situation der jungen Leute auswirkt.

Frau Leimbach, da es sich bei den Einsatzstellen oft um soziale Einrichtungen handelt, sind die Freiwilligendienste auch während der Corona-Pandemie eine beständige Möglichkeit. Welche Rückmeldungen erhalten Sie dahingehend von den Freiwilligen?

Die Freiwilligendienste werden als Plan B gesehen, wenn andere Pläne ins Wasser gefallen sind. Viele Freiwillige sind froh, eine sinnvolle Beschäftigung zu haben und die Zeit nutzen zu können, um sich beruflich weiterzuentwickeln und etwas für die Gesellschaft zu tun. Der Freiwilligendienst ist eine konstante Alternative, die nicht wegfällt. Dadurch, dass wir das ganze Jahr über Stellen besetzen können, bietet er auch eine Möglichkeit für die, die mit ihrer Entscheidung lange gewartet haben, spontan entscheiden oder sich umorientieren wollen.

Können Sie von Fällen berichten, in denen eine schnelle Alternative vonnöten war?

Eine Freiwillige hatte einen Ausbildungsplatz nach einem Praktikum so gut wie sicher, der dann doch nicht zustande kam. Daraufhin wandte sie sich an uns. Allgemein haben wir aktuell einige jüngere Freiwillige, die noch weitere schulische Qualifikationen absolvieren möchten, sich aufgrund der coronabedingten Einschränkungen jedoch vorerst dagegen entschieden haben.

Wie sieht die aktuelle Situation aus? Welche Rolle spielt Corona für die Freiwilligen, auch für ihre weitere Planung?

Beim Erfahrungsaustausch während der Seminare hat sich gezeigt, dass sich vor allem im Vergleich zum Jahr davor viele auf die Situation eingestellt haben. Freiwillige, die in Krankenhäusern eingesetzt sind und dort tagtäglich mit Corona-Patienten zu tun haben, sammeln bereits wertvolle Erfahrung und haben eine Art Sprungbrett für eine Ausbildung im medizinischen Bereich. Für andere gibt es durchaus eine Ungewissheit hinsichtlich ihrer nächsten Schritte in der Zukunft. Im vergangenen Jahr haben deshalb einige die Möglichkeit genutzt, den Freiwilligendienst auf 18 Monate zu verlängern.

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