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Für Umwelt und Allgemeinheit

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Von: red Redaktion

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Voller Engagement sammeln die jungen Fußballer den achtlos von anderen weggeworfenen Müll ein, um so der Umwelt zu helfen. © pv

Nidda (red). Den achtlos weggeworfenen Dreck anderer Leute - Zigaretten, Kronkorken, Glasflaschen und alte Mundschutzmasken - aufsammeln, das Ganze bei Schwimmbadwetter und trotzdem jede Menge gute Laune haben? Das passt doch eigentlich nicht zusammen. Für die Nachwuchskicker der JSG Nidda kürzlich allerdings schon. Verschiedene Altersgruppen zwischen fünf und 15 Jahren fanden sich kürzlich am Sportplatz in Nidda ein, um gemeinsam ein Zeichen in der Gemeinde zu setzen, dass auch die jüngere Generation dazu bereit ist, auf die Umwelt zu achten.

Im Vordergrund stand dabei, die Kinder für dieses wichtige und allgegenwärtige Thema zu sensibilisieren. Sie sollten die eigene Wohlfühlzone für einen Augenblick verlassen und einmal das große Ganze betrachten. Die Aktion initiierte G-Jugend-Trainer Patrik Senn, der auch die jüngsten Fußballer vom Projekt begeistern konnte.

Teilweise skurrile Funde

Mit Abfallsäcken, Handschuhen und Greifzangen bewaffnet ging es für alle Teilnehmer in verschiedene Richtungen los. Eine Gruppe bewegte sich rund um das Gelände des Gymnasiums und des Sportplatzes inklusive des Paddelteichs und des Skateparks. Eine andere Gruppe arbeitete sich stadteinwärts entlang des Flutgrabens in Richtung Marktplatz vor. Ein großer Teil suchte den Weg über den Spielplatz, der sich direkt neben dem Bürgerhaus befindet, entlang der Nidda bis hin zur Haupt- und Realschule ab. Ursprünglich war es geplant, ein großflächigeres Gebiet abzulaufen. Aufgrund parallel stattfindender Punktspiele war schlussendlich die Teilnehmerzahl dafür aber nicht ausreichend.

Die Kinder und Erwachsenen hatten dennoch alle Hände voll zu tun. Und mit jeder Station auf ihrem Weg wurden die Abfallsäcke schwerer und schwerer. Skurril, was man da alles teilweise aus tiefem Dickicht hervorzog. Von Fahrradschlössern über Scheibenwischern bis hin zu Fitnessgeräten reichte die Palette. Umso verwunderlicher war es, dass die Kinder mit jedem Fund, immer begeisterter und engagierter wurden. Jeder zeigte dem anderen, was er gefunden hatte und es entbrannte ein regelrechter Wettkampf, wer zum Schluss den meisten Müll gesammelt hatte. Kein Gestrüpp war zu groß, kein Weg zu weit, da konnten die Trainer und Eltern nur staunend hinterherschauen. Auch die Gespräche über das Thema Umwelt nahmen immer mehr zu und das nicht nur unter den Erwachsenen. Vor allen den Kindern fiel es immer stärker auf, wie sorglos man bisher vielleicht auch selbst mit dem Thema Abfallentsorgung umging und in diesem Zusammenhang öfters anders hätte handeln können oder gar müssen. Allein für diese Erkenntnis hatte sich die Aktion bereits gelohnt.

Abschluss nach vier Stunden

Mit steigenden Temperaturen und dem mittlerweile recht schwer gewordenen Ballast traten die Trupps nach etwa vier Stunden den Weg zurück zum Sportplatz an. Bei der anschließenden Auswertung des Einsatzes war allen Beteiligten deutlich anzusehen, dass jeder für sich, etwas von diesem Tag mit nach Hause nehmen würde.

Zum Abschluss warteten auf alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen als Belohnung kühle Getränke, Würstchen und Steaks vom Grill. Zu verdanken war dies der Unterstützung von Ortsvorsteher Thomas Eckhardt, der zu Beginn persönlich vor Ort war und im Namen des Ortsbeirats seine Unterstützung anbot.

Patrik Senn plant für das nächste Jahr schon eine Wiederholung, dann in größerem Umfang und mit hoffentlich noch mehr jungen Gesichtern.

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