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Galerie »Lo Studio« widmet Büdinger Künstler Hans Joachim Eichenauer eine Ausstellung

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Eines der Aquarelle, die in der neuen Ausstellung im »Lo Studio« zu sehen sind, zeigt einen Blick auf den Hoherodskopf und die Vogelsbergkette von Waldensberg aus. REPRO: EICHENAUER © Monika Eichenauer

Es sind Bilder, die vor allem von der Liebe zum Vogelsberg zeugen. Die Galerie »Lo Studio« widmet dem 2008 gestorbenen Büdinger Künstler Hans Joachim Eichenauer eine Ausstellung.

Mit einer Ausstellung in ihrem »Lo Studio« in der Schlossgasse würdigt die Galeristin Sabine Uhdris die Arbeit des Büdinger Künstler Hans Joachim Eichenauer - vielen bekannt als Eiche. Er starb bereits im Alter von nur 57 Jahren im April 2008 und hinterließ ein umfangreiches Werk. In der Galerie werden vor allem Aquarelle gezeigt, denn sie waren sein liebstes Metier. Zudem ist eine Geschirr-Kollektion Wächtersbacher Keramik zu sehen, die er gestaltet hat. Am nächsten Samstag, 18. Juni, wird die Schau um 17 Uhr eröffnet. Sie dauert bis zum 25. September.

Eiche-Objekt vor dem Schloss

Auch in Büdingen steht an markanter Stelle vor dem Schloss eines seiner Objekte, ein Windwurfdenkmal in Erinnerung an den Orkan Wiebke Ende Februar 1990. Eiche, der neben kontinuierlicher künstlerischer Arbeit auch 15 Jahre lang im Büdinger Wald arbeitete und ab 1994 als Mitarbeiter für das Gelnhäuser Tageblatt im Vogelsberg journalistisch unterwegs war, hatte den zerfetzten Stamm im Büdinger Wald entdeckt. Das fürstliche Haus griff seine Idee auf. Der Künstler belegte gesplitterte Holzpartien mit Blattgold und Blattsilber und gab sie der Witterung anheim.

Als Hans Joachim Eichenauer sieben Jahre alt war, zog die Familie von Groß-Felda im westlichen Vogelsberg nach Büdingen. Dort verbrachte er seine weitere Kindheit und Jugend, zeichnete und fotografierte bereits viel. Nach Stationen in Berlin und Frankfurt und einem Jahr in Südfrankreich folgte das Kunststudium an der Frankfurter Städelschule und 1977 der Umzug nach Waldensberg, einem Wächtersbacher Stadttteil im südlichen Vogelsberg. Dort lebte er fast 30 Jahre, war auch viel auf Reisen, unter anderem häufig in Schweden. Seine Arbeiten waren in zahlreichen Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Frankfurt, im Rhein-Main-Gebiet, im Vogelsberg, in Stockholm und Paris zu sehen.

Der Vater zweier erwachsener Söhne liebte den Vogelsberg, der ihm Heimat war und den er in unzähligen Landschaftsaquarellen charakterisiert hat. Einige davon werden in der Ausstellung im »Lo Studio« zu sehen sein, genauso wie Arbeiten aus Schweden. Hatte er in den früheren Jahren noch das ganze Blatt ausgefüllt, so konzentrierte er sich später auf die wesentlichen Züge der Landschaft oder nahm ein Detail in den Fokus. Fast immer malte er vor Ort.

»200 Morgen Weiherhof«

Ein großes Projekt waren die »200 Morgen Weiherhof«, 200 Aquarelle in Postkartengröße in einem Jahr von 1989 bis 1990, an denen er den Weiherhof-See nahe Waldensberg jeden Morgen zur selben Zeit und von demselben Standort aus malte und fotografierte. Aber auch Blumen und Stillleben hat Eiche, der im Jahr 2001 mit dem Kulturpreis der Stadt ausgezeichnet worden ist, aquarelliert, und nicht zuletzt nahm zudem die Abstraktmalerei einen großen Raum ein. Ebenso dienten ihm Lithografie, Radierung, Zeichnung, Fotografie und die Bearbeitung von Holz als künstlerische Ausdrucksmittel. Wichtig war Eiche 1993 der Bau eines lichtdurchfluteten Holz-Lehm-Hauses in Waldensberg für seine Familie in weitgehender Eigenregie. Auch davon werden Dokumente zu sehen sein.

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