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Ganz kleine Schottener im »Singsaal«

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Die beiden Erzieherinnen Natallia Astore und Annegret Koch, Kita-Leiterin Katja Trunser, Bürgermeisterin Susanne Schaab und Hauptamtsleiter Bernd Neumann freuen sich über den gelungenen Umbau des früheren »Singsaals« der Festhalle zu dem Raum für die neue Kinderkrippe »Eulennest«. © Stefan Weil

»Das ist großartig gelungen«, freut sich Bürgermeisterin Susanne Schaab. Pünktlich zum Monatsbeginn kann die neue Krippengruppe im »Singsaal« der Schottener Festhalle eröffnet werden. Hier werden zukünftig bis zu zwölf Kinder unter drei Jahren betreut.

Im »Singsaal« der Schottener Festhalle hielten früher die Aktiven der inzwischen ruhenden Gesangsabteilung des TGV Schotten ihre Übungsabende ab. Zahlreiche Vereinsversammlungen fanden hier statt, und auch die Fachausschüsse der Stadtverordnetenversammlung debattierten hier viele Jahre über wichtige Themen. Jetzt ziehen ganz kleine Schottener ein.

Rechtzeitig zum geplanten Termin

In den vergangenen Monaten musste der rund 80 Quadratmeter große Raum auf die Bedürfnisse einer neuen Krippeneinrichtung umgebaut werden. »Ich möchte mich bei allen Beteiligten dafür bedanken, dass alles rechtzeitig zum anvisierten Termin fertig geworden ist«, lobt die Bürgermeisterin das ineinandergreifende Vorgehen bei den Planungen und den ausführenden Arbeiten. Neben den beiden Erzieherinnen Natallia Astore und Annegret Koch, Benjamin Göbl von der städtischen Bauabteilung, Michael Ulm, Mitarbeiter des Bauhofes, und Hauptamtsleiter Bernd Neumann lobt Schaab auch die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt, dem Jugendamt und dem Bauamt des Vogelsbergkreises.

Im Juli vergangenen Jahres hatte die Stadtverordnetenversammlung den Beschluss zur Einrichtung einer neuen Krippengruppe gefasst. Damit sollte dem hohen Bedarf in Schotten an frühkindlicher professioneller Betreuung Rechnung getragen werden. Die Entscheidung für den »Singsaal« war naheliegend. Denn ebenfalls im ersten Stock der Festhalle, auf der rückwärtigen, zum Parkplatz hin liegenden Seite, ist schon seit vielen Jahren eine Kitagruppe eingerichtet. Sie ist räumlich eine Außenstelle der Kita am Park, in die auch die neue Krippengruppe organisatorisch eingegliedert ist.

Zu den Umbauarbeiten gehörten unter anderem die Neugestaltung der Toiletten. Hier wurden kleine Waschbecken in niedriger Höhe und auch ein Wickeltisch mit Ablagefächer eingebaut. Neu gestaltet wurde der große Raum der künftigen Krippeneinrichtung.

Dabei griffen Natallia Astore und Annegret Koch selbst zu Pinsel und Farbe, um die Wände aufzufrischen und farblich neu zu gestalten. »Sie hatten dabei freie Hand«, sagt Katja Trunser, die Leiterin der Kita Am Park. »Das ist sehr schön geworden«, äußert sich die Bürgermeisterin anerkennend. Originell gestaltet ist die Eingangstür. Hier steht auch der Name der neuen Gruppe, für den die Erzieherinnen »Eulennest« ausgewählt haben.

Die Einrichtung, wie zum Beispiel der große Tisch, Regale, Schränke, die Garderobe und Spielsachen, ist neu angeschafft worden. »Insgesamt haben die Kinder hier viel Platz zum Spielen«, betont die KitaLeiterin. Ein kleiner, abgetrennter Schlafraum steht für die Mittagsruhe zur Verfügung.

Ein wichtiger Aspekt bei den Umbauarbeiten war der Brandschutz, für den ein entsprechendes Konzept entwickelt werden musste. »Das war schon sehr diffizil«, so die Verwaltungschefin. Insgesamt betrugen die Kosten für die verschiedenen Arbeiten und die Investitionen in das neue Inventar knapp 40 000 Euro und blieben damit im kalkulatorischen Rahmen. Eine finanzielle Förderung seitens des Landes Hessen erfolgt nicht.

In den ersten Wochen bis Ende diesen Monats läuft der Betrieb noch halbtags, danach ist dann eine Betreuung auch ganztags möglich. Daher wird auch ein Mittagessen angeboten, das von einem Catering-Unternehmen angeliefert und im abgetrennten Thekenraum des früheren »Singsaals«, der als kleine Küche dient, für die Essensausgabe vorbereitet wird. Die Belegung der neuen Krippengruppe erfolgt zu mehreren Zeitpunkten. »Die Kinder brauchen eine gewisse Eingewöhnungszeit in die neue Umgebung. Dadurch können sich die Erzieherinnen anfangs bei der Betreuung nur um wenige Kinder kümmern«, sagt Katja Trunser. Ab April werden alle zwölf Kinder aufgenommen sein und auch eine dritte Erzieherin wird zur Verfügung stehen.

»Waldgruppe« ist das nächste Projekt

Aktuell arbeitet die Stadt Schotten an der Umsetzung eines weiteren Kitaprojektes. In der Nähe des »Schützenhauses« entsteht im Stadtwald eine »Waldgruppe«. Sie ist gedacht für 20 bis 25 Kindergartenkinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Vorgesehen ist die Eröffnung spätestens nach den Sommerferien zu Beginn des neuen Kindergartenjahres.

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