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Ein sonnengelbes Märchenland

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Von: red Redaktion

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Günter und Ursula Wohnig speisen gerne im Restaurant des Schlosshotel Gedern. Sehr zur Freude von Chefkoch und Inhaber Hubertus Schultz. © pv

Gedern (pm). »Viele Leute sitzen sich auf der Terrasse gegenüber und fragen sich: ›Ist es Italien, ist es Spanien, ist es Frankreich? Es ist so herrlich ruhig hier...‹ Nein, es ist Gedern«, lacht Hubertus Schultz. Er ist Küchenchef und Inhaber des Schlosshotels Gedern, das vom Ehepaar Ursula und Günter Wohnig bei HR 4 für die Aktion »Mein Lieblingslokal« nominiert und dann von der Redaktion aus Hunderten Einsendungen auserkoren wurde.

Zweites Zuhause

Seit sie und ihr Mann Günter »vor sechs Jahren zum ersten Mal hergekommen sind, ist es wie unser zweites Zuhause«, schwärmt Ursula Wohnig. Sie steht vor der sonnengelben Kulisse des historischen Areals und geht mit ihrem Lob alles andere als sparsam um, weil sie diesen Ort so sehr schätzen, um nicht zu sagen, lieben gelernt hat. »Es ist eine Idylle, wie man sie nicht zu Hause hat, es heißt ja nicht umsonst ›Schlosshotel‹, denn man ist wie in einem kleinen Märchenland.«

»Ich lasse einfach mal die Seele baumeln für die Zeit, die ich hier verbringe«, sagt Ursula Wohnig und genießt mit ihrem Mann den Luxus, das Kochen anderen zu überlassen und sich vom »sehr aufmerksamen Personal« umsorgen zu lassen. Bis ins Detail werden die Tische »toll eingedeckt fürs Auge«, die Qualität der Lebensmittel sei »perfekt, besser kann es nicht laufen«. Für das »Menü aus der Heimat« mit Rehrücken, die feinen Pasta mit Spargeln und das »Kreativmenü«, das nur an Donnerstagabenden angeboten wird, kommen nur beste und vorzugsweise regional eingekaufte Zutaten zum Einsatz.

Natur auf dem Teller

Als Mitglied der von Starkoch Eckart Witzigmann gegründeten Vereinigung Euro-Toques Deutschland hat sich Küchenmeister Schultz einem strengen Ehrenkodex verpflichtet. Dieser beinhaltet u. a. den Verzicht auf hormonell behandeltes Fleisch, genmanipuliertes Gemüse, Zusatzstoffe und künstliche Farbstoffe. Weiterhin hat er sich der Förderung der regionalen Küche mit gesunden Produkten verschrieben. Um es kurz zu sagen: Es kommt nur die pure Natur auf den Teller.

Wer das Drei- oder Viergänge-Menü im Schlosshotel Gedern mit edlen Weinen und geistigen Getränken ausgiebig zelebriert hat, kann die Heimreise auch einfach auf den nächsten Vormittag verschieben. Das Schloss und die ihm zugehörige Villa Geriwada bieten fein ausgestattete Zimmer für ein romantisches Wochenende, Gourmet-Frühstück inklusive. Kein Wunder also, dass Ursula und Günter Wohnig hier ihr »zweites Zuhause« gefunden haben.

Bei solch überschwänglichem Lob, sagt Schultz, »kommen einem ja schon selbst fast die Tränen«, aber dann lacht er, und wenn überhaupt, dann sind es Freudentränen der Rührung. Denn er sieht sehr glücklich und zufrieden aus, und fast hat es den Anschein, als sei er mit seiner turmhohen Kochmütze noch ein bisschen mehr in die Höhe gewachsen…

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