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Glasfaser in Nidda: Start im Mai, Dauer ein Jahr

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Die Projektleiter Can Güler und Monika Hitzbleck von der Gesellschaft Deutsche Giga-Netz standen den mehr als 150 Besuchern des Infoabends Rede und Antwort. © Stefan Weil

Der Infoabend der Deutschen Giga-Netz stößt auf großes Interesse. Allerdings wurde keine detaillierte Planung vorgestellt. Ein Jahr werden die Bauarbeiten voraussichtlich dauern.

Der gemeinsame Infoabend des Unternehmens Deutsche Giga-Netz (DGN) und der Stadt Nidda zum Thema Breitbandausbau in der Großgemeinde fand ein großes Interesse. Mehr als 150 Interessierte waren in den großen Saal des Bürgerhauses gekommen.

Für das Kommunikationsunternehmen aus Hamburg standen Can Güler, Projektleiter Vertrieb, und Monika Hitzbleck, Projektleiterin für den Netzausbau, Rede und Antwort. »Wir starten im Mai mit den Tiefbauarbeiten«, kündigte die Projektleiterin an.

Start ist in der Niddaer Kernstadt

Losgehen soll es in der Kernstadt nahe des Feuerwehrstützpunktes. Anschließend soll in Unter-Schmitten weitergebaut werden und von dort dann in den »kleineren Stadtteilen«. Pro Ortsteil veranschlagte die DGN-Mitarbeiterin Bauzeiten von circa zwei Monaten Dauer. Geplant sei in mehreren Stadtteilen jeweils gleichzeitig zu arbeiten und dafür auch entsprechende Bautrupps einzusetzen.

Wer auf einen genauen Terminplan gehofft hatte, wann in welchen Stadtteilen die Bauarbeiten geplant sind, wurde enttäuscht. »Bei dem Glasfaserausbau handelt es sich um eine völlig neue Infrastruktur, sodass wir einen genauen Ausbauzeitplan noch nicht vorlegen können. Wir werden von Zeit zu Zeit die entsprechenden Termine bekanntgeben, können allerdings keine genauen Details mitteilen. Das ist nicht möglich, da in der Bauphase immer etwas dazwischen kommen kann«, so Hitzbleck. Auf insgesamt rund ein Jahr taxierte die Projektleiterin die voraussichtliche Dauer der Arbeiten in der Großgemeinde. Das hinge allerdings auch von der Witterung ab.

Klar wurde auch, dass in der ersten Bauphase nicht alle Anwesen angeschlossen werden. »Das wird besonders auf vereinzelt stehende Gehöfte und Häusergruppen zutreffen. Hier ist ein Anschluss aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht sofort machbar«, betonte Can Güler. »Wir werden versuchen, im Rahmen geförderter Projekte alleinstehende Liegenschaften nachzuziehen«, sagte Güler. Allerdings würden entsprechende Vorarbeiten für eine späteren Anschluss getätigt.

Die Kunden, die bereits Verträge abgeschlossen haben, werden circa zwei Wochen vor Baubeginn zwecks eines Beratungstermins kontaktiert. »Bei dieser Baubegehung werden unsere Mitarbeiter vor Ort in den Häusern alle Einzelheiten klären«, informierte Monika Hitzbleck. In der Phase der Begehungen und der anschließenden Tiefbauarbeiten können Interessierte, die bisher noch unschlüssig waren, sich spontan entscheiden und auf den Glasfaserzug - zum Nulltarif - aufspringen. »Wenn allerdings die Bautrupps abgezogen sind, sind Anschlusswünsche dann mit Kosten verbunden«, so die Projektleiterin. Für die Zeit der Bauarbeiten sei mit gewissen Einschränkungen für die Bewohner zu rechnen. »In der Regel werden aber alle Gräben, die wir aufmachen, am gleichen Tag wieder zugemacht, bis auf einige Stellen, wo es bautechnisch nicht möglich ist«, informierte Hitzbleck.

Erdraketen für den schonenden Zugang

Eine zentrale Frage bei den Hausanschlüssen sei der Zugang in die Häuser, der von der Straße erfolge, so die Projektleiterin weiter. Um möglichst schonend zu arbeiten, werden Erdraketen eingesetzt, mit denen ein Ausheben von Gräben nach Möglichkeit vermieden werden könnte. Lediglich an den Hauswänden müsste eine kleineres Loch gegraben werden. Wo es möglich ist, würden auch bereits vorhandene Leitungsrohre mitgenutzt. »

Verkabeln im Haus macht Eigentümer

Im Innern der Häuser wird von den Mitarbeitern des Unternehmens nach zwei Metern Glasfaserzuleitung am Hausübergabepunkt ein sogenanntes ONT-Endgerät gesetzt. »Hier endet dann unsere Arbeit«, so die DGN-Mitarbeiterin. Für die weitere Verkabelung sind dann die Hauseigentümer zuständig. »Das können sie selbst erledigen oder auch uns damit beauftragen.« Das sei aber dann kostenpflichtig.

Der für den späteren Betrieb notwendige Router, der von DGN im Rahmen des Vertrages zur Verfügung gestellt wird, zählt nicht als Endgerät. Für die Aufstellung ist der Hauseigentümer oder Wohnungsinhaber zuständig.

In Mehrfamilienhäusern ist der Anschluss von Glasfaserleitungen in jede Wohnung möglich. Vorbereitende innerhäusliche Verkabelungen zu den Wohnungen werden von DGN ausgeführt.

Die Aktivschaltung der Hausanschlüsse werde abschnittsweise für die verschiedenen Straßenverteiler erfolgen. »Es wird so sein, dass einige Kunden schon das schnelle Glasfaser nutzen können, während bei anderen die Ausbauarbeiten noch nicht begonnen haben«, erklärte Can Güler.

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