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Glauberger und Stockheimer sammeln Ideen für die Landesgartenschau

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In knapp 90 Minuten brachten Glauburger Bürger mit Bürgermeisterin Henrike Strauch (4. v. r.) eine lange Liste an Ideen für die Landesgartenschau zu Papier. © Andrea Schinzel

Entstanden sind bei den Treffen lange Listen mit Vorschlägen, Wünschen-und möglichen Projekten, die nun von den Bürgerforen beider Glauburger Ortsteile ausgewertet werden.

Anpacken., helfen, Freiwillige zum Mitmachen begeistern« - so lautet ein handgeschriebener Wunsch auf einer der Papiertischdecken, die auf insgesamt vier Tischen im Vereinszimmer der Mehrzweckhalle Glauberg drapiert sind. Vier Tische, vier Fragen und die Möglichkeit, Gedanken, Ideen und Wünsche zum Thema Landesgartenschau 2027 in Oberhessen zu Papier zu bringen. Entstanden ist eine lange Liste mit Ideen, mit denen die gut 3000 Einwohner zählende Gemeinde bei der Landesgartenschau in fünf Jahren punkten könnte.

Bürgermeisterin Henrike Strauch, die auch Vorsitzende des Vereins Oberhessen ist, hatte an zwei Abenden in Stockheim und Glauberg zu einer »Bürgerwerkstatt« eingeladen. Von der Landesgartenschau erhoffe sich die Region einen Entwicklungsschub als Lebens- und Naherholungsraum des Zielmarktes Frankfurt und Rhein-Main. Dabei betonte sie die Notwendigkeit von Perspektiven für Oberhessen. »Wir müssen uns weiterentwickeln, um lebensfähig zu bleiben.« Längst sei eine Landesgartenschau nicht nur eine Blümchenschau, vielmehr könnten durch die Teilnahme nachhaltige Projekte und Infrastrukturmaßnahmen angestoßen werden, da die Städte und Gemeinden besseren Zugriff auf Fördergelder hätten.

Die interkommunale Landesgartenschau in Oberhessen habe die Themen Vulkan, Natur, Wasser, Kultur und Historie als Leitlinien ausgerufen. Jede teilnehmende Kommune habe eine Steuerungsgruppe gebildet, die größere Projekte benannt hätte.

Fantasie ohne Grenzen

Die Glauburger Gruppe, die aus Mitgliedern der Gemeindegremien und Mitarbeitern der Verwaltung besteht, habe Projekte wie das Erholungsgebiet Gleisdreieck, den Kreisverkehr in Richtung Effolderbach, die Friedhofsgestaltung, die Beschilderung eines Geotops, einen Bikepark auf dem Dünstberg, den Ausbau und die Gestaltung des Bahnhofgeländes in Stockheim, die Renaturierung der Nidder, die Belebung des Hofguts Leustadt, den Ausbau der Anbindung an die Keltenwelt sowie die innerörtliche Gestaltung benannt. Eine Prioritätenliste werde an den Verein Oberhessen als Träger der Landesgartenschau weitergegeben. Förderlotsen schließlich würden Projekte an zuständige Stellen weiterleiten oder bei Anträgen helfen. Darüber hinaus seien der Vielfalt an Themen keine Grenzen gesetzt.

Hier kamen nun Bürger, Vereine, Kirchen und andere Gruppierungen ins Spiel. Auch wenn die Beteiligung an den beiden Bürgerwerkstätten überschaubar war, war das Ergebnis überraschend. Viele Ideen, Anregungen und Wünschen kamen zusammen. Um die Aufgabe den Beteiligten, die sich an vier Tischen verteilen sollten, zu erleichtern, lag auf jedem Tisch ein Zettel mit einer Frage. »Was fällt mir zu den bisherigen Ideen der Steuerungsgruppe ein?. Wie kann man es ergänzen?«. Die zweite Frage drehte sich darum »Was ich mir als Bürger zum Thema Landesgartenschau wünsche«. Frage drei wollte vor allem Vorschläge zum Ortsbild der Gemeinde. Frage vier griff die Einbindung von Vereinen und anderen Institutionen auf. Die Zeit an den Tischen war begrenzt, die Fantasie der Teilnehmer hingegen nicht.

Von Allee bis Streichelzoo

Unter anderem wurde eine Allee zwischen Stockheim und Glauberg gewünscht, ebenso attraktive Gastronomieangebote, ein Verbot von Schottergärten, ein Aussichtssturm, ein Schwimmbad, ein Streichelzoo, kulturelle wie auch naturbezogene Veranstaltungen und ein Traktorenparcours für Kinder. Werbung sei wichtig. Mit Aufklebern, einer besonderen Landesgartenschaupflanze oder Nudeln in Blumenform könnte auf die Landesgartenschau aufmerksam gemacht werden. Gewünscht wurde auch ein Übernachtungswegweiser. Notiert wurde ferner, dass 2027 einige Jubiläen anstehen: 75 Jahre Eintracht Glauberg, 1225 Jahre Glauberg, 30 Jahre KKV Glauburg und 65 Jahre Vogelschutz. Strauch dankte den Teilnehmern und sammelte die Tischdecken ein, damit sie in den Bürgerforen beider Ortsteile ausgewertet werden.

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