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Gleich zwei gute Gründe

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Bei Gemeinschaftsaktionen immer dabei: Das Team des Tegut-Ladens unterstützt auch die Handysammelaktion in Rainrod. Auf dem Foto Eileen Bartsch (l.) vom Kirchenvorstand zusammen mit der stellvertretenden Marktleiterin Maja Schiemann. © Elfriede Maresch

Rainrod (em). Einfach in den Müll werfen, scheidet natürlich aus. Wohin also mit alten Handys, wenn sie nicht mehr gebraucht werden? Da bieten das Zentrum für gesellschaftliche Verantwortung (ZGV) der EKHN und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) unter dem Motto »Gegen die Ressourcenverschwendung« eine gute Möglichkeit.

Vor wenigen Tagen begann eine Sammelaktion. An zentralen Orten stehen bis zum 28. Februar Kartonboxen, die der NABU zur Verfügung gestellt hat. Die darin gesammelten Alt-Handys werden abgeholt und im Recyclingbetrieb AfB sortiert in wieder verwendbare und nicht mehr reparable Geräte. Vor der Weiterverwertung werden die Handys einer professionellen Datenlöschung unterzogen. Dennoch wird geraten, alle privaten Daten zu löschen und SIM- und Speicherkarte vor der Abgabe zu entfernen. Ebenso sollten die Akkus nicht lose abgegeben werden, sondern fest im Gerät stecken. Schadhafte Gehäuse sind mit Klebestreifen zu sichern. Die wieder verwendbaren Handys werden verkauft, die anderen zerlegt und die Einzelkomponenten, die wertvolle Rohstoffe enthalten, können wieder in der Produktion genutzt werden.

Im Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde Rainrod wurden die Mitglieder aus einem besonderen Grund auf die Aktion aufmerksam. Um die Teilnahme noch attraktiver zu machen, stellt das ZGV Saatgutmischungen für Blühwiesen zur Förderung der Artenvielfalt zur Verfügung. Vom NABU gibt es für alle teilnehmenden Gruppen eine Urkunde und für die drei erfolgreichsten ein vom NABU gepacktes Bücherpaket über heimische Insekten.

Das gefiel den Rainröder Kirchenvorständen: »Das Saatgut können die NaKuKids gut gebrauchen!« Diese Kindergruppe des Kulturrings Rainrod, begleitet von den Müttern Manuela Vogt und Steffi Feick, hat schon etliche schöne Naturprojekte gemacht. Unter anderem wurde ein vorher unscheinbarer Wiesenstreifen in der Nähe des Bürgerhauses mit Samen und Blumenzwiebeln in eine bunte Blühfläche verwandelt, die Bienen und Schmetterlingen Nahrung bietet (der KA berichtete). So bittet der Kirchenvorstand alle, die nicht mehr genutzte Handys los sein wollen, diese im Rainröder Tegut-Laden, im Kindergarten, in Christine Lipperts Haarschneiderei oder bei Carmen Dölls Salon »Glückssträhnchen« in die Sammelboxen zu werfen.

Dazu die stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Eileen Bechtold: »Uns gefällt die Aktion, weil sie ein Baustein zur Bewahrung der Schöpfung ist und zugleich die Arbeit der NaKuKids unterstützt. Wir hoffen, dass möglichst viele ihre Alt-Handys bis 28. Februar zu den genannten Sammelstellen bringen.«

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