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Bald geht die Eissaison wieder los!

Eis, Eis, Baby

Mehr Platz, mehr Licht, mehr Eis: Die Eis-Saison steht in den Startlöchern

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Vier Monate lang haben die Inhaber des Eiscafés Monti in Groß-Karben geschraubt, gehämmert und gesägt. Ihr Eiscafé ist kaum mehr wieder zu erkennen. Morgen beginnt die Saison und eishungrige Gäste haben gleich mehrere Gründe, sich zu freuen.

Groß-Karben - Noch wollen sie nicht zu viel verraten. Nur zögerlich lässt Gaetano Montaperto den neuen Rollladen hoch, nur kurz für das Foto. Morgen startet sein Eiscafé in die neue Saison, erst dann sollen die Gäste sehen, was sich beim Monti alles getan hat. Denn bei den Karbener Eisliebhabern saß der Schreck tief, als im November des vergangenen Jahres plötzlich ein großer Baucontainer vor der Eisdiele stand und die Frontseite abgerissen wurde.

Ein neues Konzept fürs Eis

Doch die Sorge der Karbener, die beliebte Eisdiele könnte schließen, verflog schnell, als die Umbaumaßnahmen sichtbar wurden: Eine neue Glasfront, ein größerer Thekenbereich und vor allem Sitzplätze im Inneren zeichnen das neue Konzept aus.

Die Geschäftsinhaber und Brüder Gaetano und Davide Montaperto kommen aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Alles haben sie in Eigenarbeit gemacht: selbst geplant und selbst gebaut. 15 Personen können jetzt auch bei schlechtem Wetter gemütlich ein Eis essen, bis zu acht Mitarbeiter – Verstärkung werde dabei noch gesucht – können im Thekenbereich arbeiten, ohne sich auf die Füße zu steigen und in der neuen extragroßen Theke haben ab morgen 36 Eissorten Platz: "Zehn mehr als bisher", erklären die Brüder.

Ein Jahr in der Baustelle in der Eisdiele

Der nun vollendete Umbau ist der Abschluss einer langen Phase voller Ungewissheiten. Nachdem die Brüder die Räumlichkeit nach Jahren der Pacht schon vor Jahren gekauft hatten, sei schon bald der Plan aufgekommen, den Innenraum umzugestalten. Doch immer gab es eine Sorge: "Dann hieß es, die Nordumgehung kommt", blickt Gaetano zurück, "wir wussten nicht, ob dann die Kunden wegbleiben".

Die Nordumgehung kam und die Kunden blieben, doch statt den Umbau in Angriff zu nehmen, begann die nächste Herausforderung: die Erneuerung der Ortsdurchfahrt mit einem Sommer in bester Baustellenlage: "Wir haben geblutet", erinnert sich Gaetan mit leidvollem Blick. Doch schon der vergangene Sommer habe gezeigt, dass die Eisdiele weiterleben kann.

"Es ist sogar besser geworden", erkennt der Besitzer mit Blick auf dem herausgeputzten Dorfplatz. Endlich also die ideale Gelegenheit, den langersehnten Umbau zu beginnen: Kaum eine Wand blieb, wo sie war. Wo früher nur ein kleines Bedienfenster war, ist jetzt eine große Glasfront mit reichlich Platz zum Eisverkaufen. Auch im Inneren wurden Wände eingerissen. 

Vorfreude trotz großem Kredit

"Der Raum war nicht gut genutzt", betont Davide. Wo zuvor das Lager war, sind jetzt die Toiletten, das Lager hingegen ist nun klug im Angestelltenbereich integriert. Dadurch entstand mehr Platz im Inneren. Durch ein Fenster in der Decke fällt jetzt sogar Tageslicht auf die bis zu 15 Plätze auf Bänken und Stühlen.

Die Freude auf die morgige Eröffnung ist groß, doch etwas Respekt ist auch dabei: "Wir haben einen Kredit aufgenommen, das war mutig", berichtet Gaetano über die Investition. Doch eigentlich sind sich beide Inhaber sicher, dass es sich schon schnell gelohnt haben wird, Geld in die Hand zu nehmen. Denn auf ihre Gäste können sie sich verlassen: "Wir wurden schon oft angesprochen, wann wir endlich wieder aufmachen", erzählt Davide, und sein Bruder ergänzt: "Die Leute sagen, ohne uns ist dieser Platz hier tot."

Vor ein paar Jahren fürchteten die Brüder aufgrund einer Großbaustelle um ihre Existenz.

36 Sorten, Kuchen, Torten und Cocktails

Morgen soll nun wieder Leben einkehren auf dem Eis-Rei-Platz – wie er im Volksmund noch immer genant wird. Eigentlich, geben die Brüder zu, war die Eröffnung schon für den 15. Februar geplant, doch mit dem Thekenbauer aus Italien habe es Probleme gegeben. Nun ist es so weit und morgen um elf Uhr öffnet das Geschäft. Jeder, der am ersten Tag zu Besuch kommt – das versprechen die Brüder – erhält ein Gläschen Sekt gratis. 

Doch das soll die Besucher nicht als Einziges begeistern: Neben den 36 Eissorten gibt es nun auch Kuchen, Torten und Cocktails. "Wir haben die komplette Eiskarte überarbeitet", erklären die Brüder. Der Geschmack bleibt aber der gleiche: "Alles hausgemacht von Papa!"

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