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Große Bühne für 24-Jährige Ortenbergerin

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Von: red Redaktion

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Eine Mischung aus Aufregung und Vorfreude verspürt die 24-jährige Ortenbergerin Germaine Stragies bei der Vorstellung, Ende August in Friedberg die Auftritte der Neuen Philharmonie Frankfurt zu moderieren. © pv

Scheu, vor Publikum aufzutreten, hat Germaine Stragies (24) aus Ortenberg nicht. Sie moderierte schön öfters. Dennoch ist ihr nächster Auftritt in Friedberg der bislang größte in ihrer Karriere.

Ortenberg (red). »Manchmal«, sagt Germaine Stragies lächelnd, »frage ich mich kurz vor einem Auftritt, wenn sich ein gewisses Lampenfieber einstellt, warum ich für diesen Auftritt überhaupt zugesagt habe. Dann aber überwiegt die Freude, und Selbstsicherheit stellt sich ein, weil ich mich so gut wie möglich vorbereitet habe.« Womit die 24-jährige Ortenbergerin schon eine recht gute Eigenbeschreibung formuliert hat: Mut, zuzupacken, wenn sich eine Möglichkeit bietet, dabei aber nicht den Boden unter den Füßen verlieren und nie die Recherche vernachlässigen.

Der bislang größte Auftritt steht ihr vom 25. bis 27. August bevor, wenn sie in der Friedberger Stadthalle die Konzerte der Neuen Philharmonie Frankfurt moderiert, die unter dem Motto stehen »Friede, Freude, Sommernacht«. »Natürlich habe ich Respekt vor dieser Aufgabe. Über 60 Musikerinnen und Musiker auf der Bühne und dann die vielen Zuschauer«, sagt sie. Aber, wie könnte es anders sein: »Ich arbeite mich seit Wochen intensiv in die Materie ein, höre mir alle Lieder an, sammle Informationen über Interpreten und Stücke und befrage beispielsweise meine Eltern. Denn die Musik aus den 60ern und 70ern war genau die ihre. Schließlich möchte ich bei meiner Moderation auch versuchen, ein wenig Zeitgefühl rüberzubringen.«

Keine Scheu vor

Publikumsauftritten

Die 60er und 70er - nur ein Teil des gut dreistündigen Programms, das sich wie immer durch eine famose, grenzenüberschreitende Mischung auszeichnet. Beethovens Fidelio-Ouvertüre, Mussorgskys »Bilder einer Ausstellung«, Status Quo, Elton John, John Lennon, Peter Gabriel, David Bowie, Led Zeppelin und und und...

Germaine Stragies, aufgewachsen in Maintal, später umgezogen nach Ortenberg, hatte schon in der Schule (zunächst besuchte sie das Gymnasium in Büdingen, machte dann ihr Abitur in der Gesamtschule Konradsdorf) keine Scheu, vor Publikum aufzutreten. »Etwa, wenn es darum ging Präsentationen, vorzutragen.« Klare Sache: Auch die Moderation des Abiballs nahm sie in ihre Hände. »Ich dränge mich sicherlich nicht in den Vordergrund, aber probiere mich schon gerne aus.« Wie etwa in der Kulturhalle in Stockheim, wo sie im Service jobbte, bis sie Inhaber Harald Steinke, der offenbar den richtigen Riecher hatte, fragte, ob sie nicht 2020 die damals neue HSK-Show mit ihm moderieren wollte.

Wollte sie. Bisher sind es rund 35 Shows geworden, diese wiederum mit jeweils drei Gästen. »Der Reiz liegt in der Verschiedenartigkeit der Talk-Gäste. Aber ebenso darin, in maximal zehn Minuten eine für das Publikum gute Mischung aus Unterhaltung und Information zu erreichen.« Wie sie das macht: Mit Unaufdringlichkeit, Zuwendung, Interesse an den Menschen, Charme und einer Redetechnik, bei der jeder ein Sprachtraining vermuten würde. »Nein«, verblüfft sie, »hatte ich noch nie.« Stattdessen führt sie ins Feld: »Gerade meine Mutter hat in der Erziehung immer großen Wert auf Artikulation und Höflichkeit gelegt.«

Sprungbrett

für die Zukunft?

Im Februar moderierte sie die Buchpräsentation des Jugend-Literaturpreises der Ovag, erhielt kurz darauf die Einladung für die Konzerte der Neuen Philharmonie Frankfurt.

Gegenwärtig studiert Stragies an der Hochschule für Polizei und Verwaltung in Gießen im dualen Studium und deckt den Praxisbereich in der Verwaltung der Stadt Ortenberg ab, wo sie alle Abteilungen durchläuft. Die Zukunft ist für sie offen: Master-Studium, Anstellung bei der Stadt Ortenberg - sie sieht mehrere Optionen für sich. Oder, wer weiß das schon, vielleicht bildet die Moderation der Konzerte der Philharmonie für sie ja auch das Sprungbrett wohin auch immer…

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