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Grüne haben Fragen zum Bergwerksee

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Reichelsheim (pm/dab). Unter der Überschrift »Freizeitpark am Bergwerksee« haben die Grünen einen offenen Brief geschrieben. Darin stellen sie einige Fragen an den Magistrat bzw. Bürgermeisterin Lena Herget-Umsonst (SPD). Sie wollen wissen, ob der See sicher genug ist, um dort schwimmen, tauchen und angeln zu gestatten. Auch stehen die Fragen im Raum, ob Bebauungen für ein Anglerheim, einen Steg für Trauungen und eine Bühne für Veranstaltungen baurechtlich sicher zu genehmigen sind, welche Maßnahmen für den Naturschutz geplant sind sowie wann und wie die Bevölkerung in die Planungen eingebunden werden soll.

Wie Grünen-Sprecher Michael Cinciruk zum Hintergrund schreibt, plane die Stadt die Umwandlung des Bergwerksees zwischen Weckesheim und Dorn-Assenheim »in eine touristische Attraktion«. Obwohl bisher die Auswirkungen dieser Maßnahme auf Anwohner sowie Flora und Fauna noch nicht untersucht worden seien und es »bedauerlicherweise« noch keine Bürgerbeteiligung dazu gegeben habe, verhandele die Stadt bereits mit Anglern und Tauchern über eine Nutzung des Sees.

Auf Anfrage dieser Zeitung verweist Bürgermeisterin Herget-Umsonst auf den einstimmigen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung von Anfang Februar, der politische Leitlinien für ein Konzept zur Nutzung des Sees zum Inhalt habe. »Es handelt sich dabei um Prüfaufträge und die Vorbereitung für die Erstellung von Konzepten durch die Verwaltung«, sagt die Bürgermeisterin. »Es handelt sich noch nicht um konkrete Beschlüsse über detaillierte Umsetzungen.« Bevor diese gefasst würden, sollen die Wünsche und Anregungen aus der Bevölkerung berücksichtigt werden. Eine Auftaktveranstaltung für diese Bürgerbeteiligung solle es im Sommer 2022 geben.

Herget-Umsonst ergänzt, sie habe im September 2021 im Parlament »eine umfangreiche Präsentation« über mögliche Nutzungen gehalten, gefolgt durch »eine intensive Beratung« in zwei Ausschüssen.

Zu den anderen Fragen der Grünen nimmt sie wie folgt Stellung: Es seien derzeit aufgrund der vorhandenen Beschlüsse keine baulichen Anlagen geplant. Es werde am See nach heutigem Stand weder ein Anglerheim noch einen Steg für Trauungen geben. Maßnahmen für den Naturschutz würden als Teil des Gesamtkonzept erarbeitet.

Ideen für Leader-Projekte

Laut Beschluss des Parlaments wurde laut Herget-Umsonst kurzfristig die Öffnung für Naturschutztaucher umgesetzt. »Der erste Probetauchgang fand am 16. April statt.«

Derzeit werde ein Pachtvertrag mit einer Hegegemeinschaft - bestehend aus vier Angelsportvereinen - erarbeitet, der voraussichtlich zum 1. Januar 2023 umgesetzt werden solle. In Kürze werde es einen Infotag der Angelsportvereine, ggf. unter Einbeziehung der Naturschutztaucher, geben.

Am 30. April habe die erste standesamtliche Trauung am See stattgefunden - »auch ein kurzfristiges Ziel des Parlaments«, sagt Herget-Umsonst.

Im Leader-Prozess habe die Stadt mehrere Projektideen für eine potenzielle Förderung skizziert. Dies sind: Rundwanderweg, »Grüner Veranstaltungspavillion« und »Knüppelholzweg«/Barfußpfad. Auch ein Naturkundelehrpfad, ein Trimm-Dich-Pfad sowie ein Parkplatz als Ausgangspunkt für alle touristischen und sportlichen Aktivitäten und Angebote am See könnten angelegt werden.

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