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Grüne: Mehr Kultur wagen

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Von: red Redaktion

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Wetteraukreis (pm). Die Kreis-Grünen fordern ein Leitbild und ein Konzept zur Stärkung der Kulturarbeit der kreisangehörigen Gemeinden: »Die Lage für die Kulturschaffenden, insbesondere der freiberuflichen und der oft ehrenamtlich organisierten Spielstätten, war schon vor der Pandemie sehr schwierig. In den letzten zwei Jahren aber ist sie prekär geworden.

Auch in der Wetterau ist die kulturelle Vielfalt bedroht«, sagt Thomas Zebunke, kulturpolitischer Sprecher der Grünen-Kreistagsfraktion und früher selbst aktiver Musiker.

Die frühere Bundesregierung habe zu Beginn der Pandemie lange gebraucht, um finanzielle Hilfen auf den Weg zu bringen. Das Land Hessen habe inzwischen den Masterplan Kultur gestartet.

Unterstützung für Kommunen

Weil das in speziellen Fällen immer noch nicht reicht, soll der Wetteraukreis eine aktive Rolle einnehmen, fordern die Grünen. Dazu gehöre es, eine Ansprechperson zu berufen, mit den Kulturschaffenden ein Leitbild zu entwickeln und auch ein eigenes Förderprogramm aufzulegen, um die Kulturarbeit der Kreisgemeinden zu unterstützen.

Hierbei würden besonders die Interessen der Kommunen und des Ostkreises unterstützt, die der Kulturregion Rhein-Main nicht angehörten. »Kunst und Kultur sind systemrelevant. Sie werden von unseren Verfassungen besonders geschützt, aber kommunal werden sie als freiwillige Leistungen oft vernachlässigt. Dabei sind sie für das Zusammenleben in unserer Demokratie zentral«, sagt Zebunkes Fraktionskollegin Dorothee Warns-Ventulett, ehemalige Berufsmusikerin aus Altenstadt. Wie es gehen kann, zeige der Kulturfonds des Main-Kinzig-Kreises. Er fördere Kultur in vielfältiger Weise.

Auch positiv für Tourismus

»Ein Kulturangebot ist auch für den Tourismus wesentlich. Radwege, Landschaft, Gastronomie reichen nicht aus, um die Aufenthaltsdauer in einer (Kurz-)Urlaubsregion zu verlängern. Dazu braucht es weitergehende Angebote, die auch die Wetterauer Bevölkerung mit nutzen kann.« Damit fördere man die Attraktivität des östlichen Kreisteiles und bremse die Abwanderung in die Großstädte, sagt Thomas Zebunke.

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