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Gruseln für den guten Zweck in Oppershofen

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hed_Halloween1_311023_4c © Petra Ihm-Fahle

Ein Grusel-Labyrinth lädt Dienstagabend ab 18 Uhr nach Oppershofen ein. Wer sich fürchten und gleichzeitig Spaß haben will, ist dort richtig. Aufwendig haben Familie Köbel und ihre Freunde eine fantasievolle Halloween-Kulisse aufgebaut.

Ein Skelettmann steht im Vorgarten der Schillerstraße 23 in Oppershofen. Das Labyrinth-Zelt, das im Hof auf Besucher wartet, ist gruselig verziert. Schaurige Musik ertönt, gegenüber steht ein Imbisswagen mit Waffeln. »Wir machen die Veranstaltung schon seit zehn Jahren«, erzählt Veranstalter Markus Köbel. Pandemiebedingt war drei Jahre Pause. »Und jetzt ist das erste Jahr nach Corona, wo wir wieder loslegen«, berichtet der 48-Jährige. Am Sonntagabend, Tag des Besuchs dieser Zeitung, war ein Märchenwald der ganz besonderen Art angesagt. Heute Abend geht es um 18 Uhr damit weiter. Vier Zelte und eine Garage bilden ein Labyrinth auf 130 Quadratmetern, aufgebaut von Köbel, Ehefrau Janett und Schwager Jörn Schulz. »Dann haben wir Freunde, die uns beim Erschrecken helfen. Das sind zwischen zwölf und fünfzehn Leute, es variiert immer ein bisschen«, erzählt er. Ein paar Kunststoffskelette und elektronische Geister sind ebenfalls dabei, »aber wir haben natürlich auch echte Geister«, schmunzelt Köbel. Der »Tod«, ein blutiges Rotkäppchen, eine gesichtslose Vogelscheuche - diese und andere Charaktere haben es in sich. Die fantasievolle Kulisse aber auch.

Angefangen hat alles vor Jahren mit einer Garagenparty zu Halloween. »Das ist immer weiter gewachsen, dann haben wir die Garage geschmückt, dann umgebaut und so wurde es immer größer und größer.« Gedacht war es zunächst für Freunde und Nachbarschaft, mittlerweile ist es ein Angebot für alle.

Am Sonntag nun wollte das Team das Zelt vor allem für kleinere Kinder zugänglich machen. »Das heißt, wir sind nicht so dolle geschminkt, die Akteure erschrecken sie auch noch nicht so doll. An Halloween selber wollen wir so richtig mal loslegen. Da wird es richtig gruselig«, kündigt Köbel an. Zielgruppe sind heute Abend insofern die »halbstarken und großen« Besucher; es dürfen aber auch jüngere Kinder kommen. Beim letzten Mal zählte er 500 Menschen, am Sonntag 300 und hofft heute Abend auf noch mehr Andrang.

Manche fröhlich, andere geschockt

Manchmal wird Köbel gefragt, wieso er so viel Arbeit in das Projekt investiert. »Wir machen es, weil es uns Spaß macht, auch das Aufbauen und das ganze Drumherum. Andere schmücken an Weihnachten oder an Ostern ihr Haus superschön - und wir machen es halt an Halloween.«

Das Labyrinth aufzubauen, dauerte zwei Monate. Die anderen Mitwirkenden waren bei Kennenlern-Treffen und einer kleinen Generalprobe bereits dabei. Dabei entstand auch ein kleiner Video-Trailer, der auf der Facebook-Seite »Day of FEAR« zu sehen ist.

Übrigens. Für Besucher, die Angst haben, gibt es am Eingang Kerzen mit LED-Licht. »Die Akteure wissen, wenn jemand eine Kerze dabei hat: ›Da darf ich nichts machen.‹ Dann stehen die nur da und erschrecken niemanden aktiv.« Verkleidet ist Köbel als verrückter Professor. »Wir haben stets eine Geschichte, die sich durchzieht. Der verrückte Professor versucht immer, etwas anzustellen, um seinen toten Bruder wieder zurückzuholen.« Von einem Kristall im Märchenreich hat er gehört, der das kann. »Ich bin auf der Suche danach, habe eine Art Zeitmaschine erfunden, einen Wurmloch-Generator. Der hat das Märchenland völlig auf den Kopf gestellt. Jetzt ist das Gute böse, und das Böse ist auf der Flucht.« Um diese spannende Welt zu erleben, sammeln sich ab 17 Uhr Besucher vor dem Einlass. Die teils kostümierten Kinder sind mit erwachsenen Begleitpersonen da, was bei Unter-Zehnjährigen auf Wunsch der Veranstalter so sein soll. Die Reaktionen sind unterschiedlich: Ein Mädchen kommt fröhlich heraus, ein anderes sieht eher geschockt aus. Veranstalter Köbel appelliert denn auch: »Die Eltern müssen entscheiden, ob ihre Kinder das können.« Es mache keinen Sinn, den Nachwuchs durchzuschleifen, wenn der wieder raus will. Man braucht also einerseits Nerven, andererseits ist die Aktion sehr kreativ und ansprechend.

Süßes oder Saures

Mit dem Labyrinth geht es um 18 Uhr am heutigen Dienstag los, Ort ist die Schillerstraße 23 in Rockenberg-Oppershofen. Die Besucher können auch »Süßes oder Saures« an den Häusern sammeln. »Wir verteilen Süßigkeiten und haben den Waffelstand da«, sagt Veranstalter Markus Köbel. Die Waffeln sind kostenfrei für alle Gäste, ebenso wie die Veranstaltung. Wer möchte, kann etwas in die Spendenbox werfen. Die Einnahmen kommen der Kindertagesstätte Sankt Laurentius zugute. ihm

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