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Herausfordernder und vielseitiger Beruf

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Gemeinsame Freisprechung der Geomantik-Auszubildenden der Ämter für Bodenmanagement Büdingen und Fulda: vorne (v. l.) die Absolventen und Absolventinnen Robert Giemulla und Jelena Schaffert aus Büdingen) sowie Henrik Schlüter, Adrian Otterbein, Hannah Marie Kelbert und Luisa Link (Fulda). Hinten (v. l.) Dr. Andreas Schweitzer, Annette Stausberg, Nicola Dekorsy-Maibaum und Barbara Bachner. © Ingeborg Schneider

Gedern/Büdingen (mü). Die große landesweite Freisprechung in den Fachbereichen Geomantik und Vermessungswesen, die normalerweise in Wiesbaden stattfindet, fiel angesichts steigender Inzidenzen erneut aus. Doch die Wahl der Gederner Kulturremise für die regionale Feier erwies sich als Glücksgriff für die beiden Ämter für Bodenmanagement in Büdingen und Fulda.

»Der Ort liegt zwischen unseren beiden Amtssitzen und hat genau die richtige Mischung aus festlichem Ambiente und Leichtigkeit«, befanden Dr. Andreas Schweitzer, Amtsleiter in Büdingen, und seine Kollegin Barbara Bachner aus Fulda.

Mit Grußworten der beiden Amtsleiter, Bildern aus der abgelaufenen Ausbildungszeit sowie dem Song »Über sieben Brücken musst du gehn«, am Saxofon intoniert von David Gärtner aus Fulda, gestaltete sich die Freisprechungsfeier berührend für die Absolventen und zugleich informativ für Familien und Außenstehende.

Dank der Präsentation eines prüfungsrelevanten betrieblichen Auftrags durch den Absolventen Adrian Otterbein sowie den Rückblick der scheidenden Prüfungsausschuss-Vorsitzenden Annette Stausberg wurden die Herausforderungen und die Vielseitigkeit des Berufsbildes Geomantiker/Geomantikerin eindrücklich erkennbar.

Bedeutung für

Infrastruktur

Fünf Prüfungsteile mit Klausuren, schriftlichen Arbeiten, Präsentationen und Fachgesprächen mit dem 14-köpfigen Prüfungsausschuss lägen hinter den jungen Frauen und Männern, erläuterte Stausberg. Dabei seien neben Mathematik, Informatik und digitaler Technik vor allem die Bereiche Geodatenmanagement und Kartografie, aber auch Wirtschafts- und Sozialkunde von großer Bedeutung.

Für die Stadt Gedern gratulierte Bürgermeister Guido Kempel (parteilos), der die Bedeutung des Fachkräftenachwuchses hervorhob. Dieser benötige Ausbildungsstätten in Handwerk, städtischer Verwaltung und Wissenschaft.

In Videobotschaften übermittelten Dr. Hansgerd Terlinden, Präsident des hessischen Landesamtes für Bodenmanagement und Geoinformation, und Susanne Ruth, Abteilungsleiterin im Ministerium für Wirtschaft, Energie und Wohnen, Glückwünsche aus Wiesbaden. Terlinden hob die Bedeutung der Geomantik für die Infrastruktur und somit für Wohnen, Arbeiten, Bebauung, Verkehr und Energie im Land hervor. Der Beruf, den die jungen Menschen ergriffen, sei ein Beitrag zu Demokratie und sozialem Frieden.

Ruth zeigte Zukunftsperspektiven wie Kommunikation in Echtzeit, smartes Wohnen und Arbeiten sowie autonomes Fahren auf - Projekte, die ohne präzise Erfassung von Geoinformationen nicht zu realisieren seien. Als Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte freute sich Gabriele Schülke über die paritätische Frauen-Männer-Quote unter den Auszubildenden, während die Personalräte Holger Lehmann für Büdingen und Lars Döring für Fulda erläuterten, dass alle Absolventen das Angebot der Übernahme durch ihre Ämter erhalten hätten. Drei von sechs würden diesen Weg einschlagen. Zwei hätten sich für ein duales beziehungsweise ein Vollzeitstudium entschieden. Eine Absolventin werde den Arbeitgeber wechseln.

Ehrung für

Jelena Schaffert

Die Zeugnisse überreichte die Prüfungsausschussvorsitzende Stausberg. Nicola Dekorsy-Maibaum, stellvertretende Amtsleiterin in Büdingen, ehrte die Jung-Geomantikerin Jelena Schaffert, die das zweitbeste Ergebnis des Ausbildungsjahrgangs in Hessen erreicht hatte. Freigesprochen wurden neben Schaffert noch Robert Giemulla (Büdingen) sowie Henrik Schlüter, Adrian Otterbein, Hannah Marie Kelbert und Luisa Link (Fulda).

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