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Hessen-Forst geht mit Brennholzverkauf online

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Von: red Redaktion

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In diesem Jahr erwartet Hessen Forst eine starke Brennholznachfrage. Die soll mit einem neuen Online-Angebot kundenfreundlicher werden. © pv

Brennholz erfreut sich nicht zulätzt infolge der kriegsbedingten Energiekrise bei Gas und Heizöl immer größerer Nachfrage. Bei Hessen-Forst geht man nun für Bestellungen den digitalen Weg.

Die aktuell hohen sommerlichen Temperaturen lassen wohl zurzeit die wenigsten daran denken, dass in knapp zwei Monaten die nächste Heizperiode beginnt.

Andererseits sind die durch den Krieg in der Ukraine stark gestiegenen Energiekosten derzeit ein heiß diskutiertes Thema. Weg von Gas und Erdöl, weg von der Abhängigkeit von Russland und hin zu regenerativen Energiemöglichkeiten, ist die Devise. Da kommt dann auch verstärkt Holz als Energieträger ins Spiel.

»Für den Staatswald wird die Brennholzbestellung landesweit auf ein Onlineverfahren umgestellt«, teilt Uwe Prihoda, stellvertretender Forstamtsleiter in Schotten, mit.

»Dieser Service für alle Bürgerinnen und Bürger modernisiert die bisherigen Abläufe mit überwiegend telefonischen Anfragen beim Forstamt und den Revieren. So kann online rund um die Uhr das gesamte Brennholzangebot der Forstämter abgefragt und zwischen verschiedenen Holzarten und Sortimenten sowie dem Lieferre-vier ausgewählt werden.«

Pro Haushalt zehn Festmeter

Holzkunden, die keinen Internetanschluss haben oder sich die Online-Anfrage nicht zutrauen, ermutigt Prihoda, sich im Familien- oder Bekanntenkreis Unterstützung zu holen. Er betont, dass Hessen Forst ausschließlich waldfrisches Holz in Längen ab drei Metern am befestigten Waldweg abgebe. Zum Verbrennen müsse das Holz also weiterverarbeitet und getrocknet werden.

Das diesjährig angefragte Brennholz werde in der kommenden Einschlagssaison ab Herbst bis zum Frühjahr bereitgestellt. Aufgrund der hohen Nachfrage und des knappen Angebotes kann jeder Haushalt zunächst nur bis zu zehn Festmeter bestellen.

Die Forstämter Schotten und Romrod werden voraussichtlich anfallende Mengen Anfang August im Brennholzportal einstellen. Ab diesem Zeitpunkt können Kunden über die Hessen-Forst-Homepage (www.hessen-forst.de, Angebote, Marktplatz, Brennholz) die in den Revieren verfügbaren Sortimente anfragen.

Motorsägenschein nachweisen

Nach der Wahl von Sortiment, Menge und Kontaktdaten, lädt der Kunde seinen Motorsägenschein hoch oder wählt die Möglichkeit, das Holz nach Hause zu transportieren und dort aufzuarbeiten. Dazu erhält er zunächst eine automatische Eingangsbestätigung per E-Mail.

Binnen sieben Tagen meldet sich das Forstamt und teilt mit, ob, wann und, falls bereits absehbar, wo die Holzmenge zur Verfügung steht. Nach Begleichung der Rechnung darf das Holz dann bearbeitet und abtransportiert werden.

»Wir sind uns bewusst, dass die verfügbare Menge eventuell nicht für alle Anfragen ausreicht«, sagt Prihoda. »Der Einschlag ist aber aus Gründen der Nachhaltigkeit begrenzt. Weitere Faktoren sind gestiegene naturschutzfachliche Ansprüche und die immensen Waldschäden der vergangenen Jahre.« Prihoda empfiehlt, nicht zu lange mit der Anfrage zu warten und die Höchstmenge von zehn Festmetern je Haushalt zu akzeptieren. »Wer jetzt größere Mengen auf Vorrat horten will, handelt letztlich unsolidarisch.«

Schlagabraum in Selbstwerbung

Die im Brennholzportal bei der Auswahl angezeigten Preise seien wegen der allgemeinen Entwicklung bei den Energiekosten gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht.

Die Anhebung sei im Vergleich mit den fossilen Energieträgern aber moderat. »Immerhin entspricht der Heizwert von ei-nem Raummeter Buche etwa dem von 190 Litern Heizöl, bei der Fichte sind es circa 140 Liter«, so Prihoda.

Er weist darauf hin, dass in beiden Forstämtern auch weiterhin die Möglichkeit besteht, sich Schlagabraum in Selbstwerbung aufzuarbeiten. Diese Anfragen sind vorerst weiter an die zuständige Revierleitung zu richten.

Für Rückfragen stehen die Forstämter in Schotten (E-Mail: HolzFASchotten@forst. hessen.de, Telefon 0 60 44/96 16-15) und Romrod (E-Mail: HolzFARomrod@forst.hessen. de, Telefon 0 66 36/9 17 93-13) zur Verfügung.

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