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Hilfe bei Berufsorientierung

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Von: red Redaktion

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Mathias Koch (Leitung IFD Wetterau) und Jochen Rolle (Geschäftsführer Inka Wetterau) freuen sich darüber, dass Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf ab sofort wieder unterstützt werden können. © pv

Wetteraukreis (red). Der Integrationsfachdienst der Diakonie Wetterau (IFD) und die Inklusive Arbeit Wetterau gGmbH aus Bad Nauheim (Inka) werden das Angebot »Berufsorientierungsmaßnahme - Zugangschancen für den allgemeinen Arbeitsmarkt durch Begleitung des Integrationsfachdienstes oder des Berufsbildungswerkes« im Wetteraukreis fortführen. Das teilen sie in einer Presseerklärung mit.

Die Maßnahme wird vom Integrationsamt finanziert und ist ein wichtiger Baustein der beruflichen Orientierung für Schülerinnen und Schüler im Abgangsjahr, die eine Behinderung oder einen Anspruch auf eine sonderpädagogische Förderung in den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung sowie Hören und Sehen haben.

Weg ins Berufsleben

Der bisherige Träger der Maßnahme hat das Angebot den Angaben zufolge im Kreis im vergangenen Jahr eingestellt. Durch die Kooperation von IFD und Inka können Schülerinnen und Schüler ab sofort wieder fachkundig bei der beruflichen Orientierung unterstützt werden.

»Für junge Menschen mit einer Behinderung ist es schwer, den Zugang zu einer Ausbildung und Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen. Das Ziel der Berufsorientierungsmaßnahme ist es daher, den Teilnehmern durch begleitete drei- bis fünfwöchige Praktika in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes Wege ins Berufsleben und eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aufzuzeigen«, erläutert Mathias Koch, Bereichsleiter des IFD Wetterau. Noch immer führe der Weg junger Menschen mit Behinderungen nach der Schulzeit häufig in eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Für junge Menschen, die das Leistungspotenzial für eine Beschäftigung außerhalb einer solchen Werkstatt erkennen lassen, gelte es, im Zuge des Angebots konkrete Alternativen zu finden. Der IFD Wetterau setze sich seit vielen Jahren dafür ein, Menschen mit Behinderung oder solche, die von Behinderung bedroht sind, ein Arbeitsverhältnis auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen und zu sichern.

Die Teilhabe an Arbeit für Menschen mit Behinderungen in der Wetterau weiter voranzubringen, ist auch das Anliegen von Inka Wetterau, einem unabhängigen Beratungsdienst zur betrieblichen Inklusion mit Sitz in Bad Nauheim. Seit 2017 berät, unterstützt und begleitet Inka junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf oder in eine Beschäftigung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. »Wir arbeiten daran, den bisherigen Automatismus zwischen Förderschule/Förderbedarf und anschließender Beschäftigung in einer Werkstatt aufzubrechen, Alternativen aufzuzeigen und eine Teilhabe auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen«, sagt Geschäftsführer Jochen Rolle. »Und das ist ja auch das Ziel der Berufsorientierungsmaßnahme, Potenziale für den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erkennen und zu fördern. Daher passt dieses Angebot perfekt zu uns«, ist Rolle überzeugt.

Bündelung der Kompetenzen

Durch die Bündelung der Kompetenzen von IFD und Inka können Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf ab sofort wieder fachkundig, individuell und passgenau abgestimmt auf ihre jeweiligen Bedarfe bei der beruflichen Orientierung unterstützt werden. Anmeldungen werden von den entsprechenden Schulen vorgenommen. Das Praktikum wird vorbereitet, unterstützt, begleitet und nachbereitet. Die Reha-Beratung der Agentur für Arbeit ist dabei von Anfang an eingebunden.

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