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Hilfe für krebskranke Kinder

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Von: red Redaktion

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Andrea Bauer und Sven Schöning (Mitte) von »Hand-in-Hand« danken herzlich für eine Zuwendung über 1150 Euro aus der Reichert-Göbel-Stiftung - einem Stiftungsfonds unter der Bürgerstiftung »Gut für Oberhessen«. Bernd Reichert (r.) und Michael Rüb vom Stiftungsvorstand (l.) überreichen den Scheck. © pv

Altenstadt (red). Für betroffene Kinder und Eltern ist es ein Schock, der mit vielen Sorgen und Ängsten verbunden ist: Rund 2300 Kinder und Jugendliche erhalten in Deutschland jährlich die Diagnose Krebs. Viele von ihnen benötigen eine langwierige und belastende Chemotherapie. Der Verein »Hand-in-Hand« aus Altenstadt begleitet Eltern und Kinder durch diese entbehrungsreiche Zeit.

Die Mitglieder des Vereins spenden Zuspruch, machen Mut und bieten konkrete Hilfen für das Leben mit einer schweren Erkrankung. Für diese wertvolle Arbeit erhielt der Altenstädter Verein jüngst 1150 Euro aus der »Reichert-Göbel-Stiftung«.

Verpflichtung aus eigener Erfahrung

Stifterin Karin Göbel kämpfte selbst lange gegen ihre schwere Erkrankung, bis sie im Jahr 2021 verstarb. Bernd und Ursula Reichert begleiteten ihre Schwägerin auf ihrem letzten Weg. Den drei Stiftern ist somit aus eigener Erfahrung bewusst, welche Belastungen schwerste Erkrankungen wie Krebs für Kinder und ihre Eltern haben müssen. Umso mehr war es ihnen ein Anliegen, »Hand-in-Hand« mit zu unterstützen.

Im Rahmen der Spendenübergabe berichteten Andrea Bauer und Sven Schöning über das Wirken von »Hand-in-Hand«. Der Verein setzt sich mit verschiedenen Angeboten für schwerstkranke Kinder, deren Eltern und Geschwister ein. »Pfleger und Ärzte tun alles Menschenmögliche, doch gerade für die psychische und seelische Betreuung der kleinen Patientinnen und Patienten sowie von deren Eltern und Geschwistern fehlt oft die Zeit«, berichtete Bauer, die die Situation von vielen Klienten kennt. Lange Klinikaufenthalte und unsichere Heilungschancen seien für die ganze Familie eine Extremsituation. »Hand-in-Hand« versuche deshalb mit unterschiedlichen Angeboten, Familien ein Stück weit zu entlasten. Dies reiche von der Möglichkeit, kostenlos mit der Familie eine Auszeit zu nehmen über familientherapeutische Begleitung bis zum Erfüllen von Herzenswünschen schwerkranker Patientinnen und Patienten. »Die finanzielle Unterstützung ist bei uns sehr gut angelegt«, dankte Bauer dem Stifter Bernd Reichert.

Möglichkeit, anderen zu helfen

Das Treffen fand in den Räumen der Sparkasse Oberhessen statt. Das Kreditinstitut bietet wohltätig orientierten Menschen die Möglichkeit, einen Stiftungsfonds bei der Bürgerstiftung Oberhessen einzurichten. Mit den Erträgen der Fonds können Stifter langfristig und über ihre Lebenszeit hinaus gemeinnützige Organisationen und Projekte der Region unterstützen. Stifter erhalten zudem die Möglichkeit, sich mit den bedachten Institutionen auszutauschen.

Die Bürgerstiftung »Gut für Oberhessen« wurde Ende 2012 gegründet und von der Sparkasse Oberhessen mit einem Gründungskapital von 500 000 Euro ausgestattet. Vermögende Bürgerinnen und Bürger können unter dem Dach der Bürgerstiftung einen Stiftungsfonds gründen, um einen gemeinnützigen Zweck langfristig zu unterstützen. Mittlerweile verwaltet die Bürgerstiftung ein Stiftungsvolumen in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro. Unter dem Stiftungsdach gibt es 17 Stiftungsfonds mit individuellen Namen und Stiftungszwecken. Wer sich für die Bürgerstiftung interessiert, findet weitere Informationen unter www.buergerstiftung-oberhessen.de. Den direkten Kontakt gibt es für Stiftungs-Interessierte zu René Steinadler unter Telefon 06031/864857 oder für Förderanträge zu Jessica Mahr im Stiftungsbüro unter Telefon 06031/863251.

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