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Hilu Knies jetzt Ehrenvorsitzende

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Die frisch gewählte Vereinsführung von »Hand-in-Hand« mit dem neuen Vorsitzenden Rainer Lapp (links) hat sich einiges vorgenommen für die Zukunft. © Michael Giers

Altenstadt (mig). Recht emotional ist es zugegangen, als sich die Mitglieder des Vereins »Hand-in-Hand« jüngst zur ersten Zusammenkunft nach über drei Jahren im Saal der Gaststätte »Alt Oberau« trafen. Die langjährige Vorsitzende und Vereinsgründerin Hilu Knies berichtete von den Vereinsaktivitäten seit der (coronabedingt) letzten Versammlung im März 2019.

Sie wurde im Laufe der Versammlung zur ersten Ehrenvorsitzenden ernannt.

Das schwierige Umfeld während der Pandemie habe auch dem Verein schmerzhaft zugesetzt. Zahlreiche Pläne für Veranstaltungen hätten direkt »in die Tonne wandern müssen«. Trotzdem habe das gesamte Team durch gute Arbeit ein Überleben des Vereins sichern und weiterhin kranke Kinder und ihre Familien mit zahlreichen und verschiedenen Projekten unterstützen können. Bei ihren Abschiedsworten nach 14 Jahren an der Spitze des Vereins konnte Knies ein paar Tränen nicht unterdrücken.

Tragischer Fall

erschüttert

Der kommissarische erste Vorsitzende Sven Schöning berichtete danach über die Zeit seit dem gesundheitsbedingten Rücktritt von Hilu Knies im Juni 2021 und erläuterte in seinem Bericht vor allem die Gründe für die Schließung des Secondhand-Ladens und die Arbeit des kommissarischen Vorstands während dieser »Zeitenwende« für den gemeinnützigen Verein. Bei der Erläuterung eines tragischen Betreuungsfalls blieb kaum ein Auge im Saal trocken.

Im Zuge einer umfassenden Satzungsänderung wurden Regelungen an die aktuelle Gesetzeslage angepasst und diese damit rechtssicher für die Zukunft aufgestellt. Der einstimmigen Bestätigung der gemeinsam mit einem Fachanwalt erarbeiteten Satzung folgte ein Antrag des kommissarischen Vorstands, in dem die Einrichtung der Position des »Ehrenvorsitzes« beantragt wurde. Dieses Ersuchen wurde genehmigt.

Als direkte Folge ergab sich, dass mit Hilu Knies die erste Ehrenvorsitzende bestimmt wurde. Aus ihrer großen Freude darüber machte sie keinen Hehl. Von allen anderen Anwesenden wurde der Vorgang zudem als »hochverdient« kommentiert, zumal Knies einen Verein übergeben konnte, der trotz Corona in allen Bereichen bestens aufgestellt sei.

In der anschließenden Neuwahl des Vorstands wurde der Bleichenbacher Unternehmer Rainer Lapp zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Sein Blick ist konsequent nach vorn gerichtet. Ein hohes Maß an Innovation soll künftig den Spielraum bestimmen, aber auch klare Regeln bei der erfolgreichen Bewältigung interner Aufbruchstimmung. Wobei der neue Kapitän auf der Kommandobrücke im Wirtschftsleben bereits vielfach unter Beweis gestellt hat, dass er Hürden zu bewältigen weiß und er es ebenso zustande bringen möchte, dass auf dem Finanzsektor unterm Strich etwas hängen bleibt für die erkrankten Kinder und deren Familien.

Lapp wurde aber auch deswegen zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt, weil er glaubhaft vermitteln konnte, dass er nachhhaltiges soziales Engagement als hohes Gut einordnet, das in einer liberalen Gesellschaft immer zum Zuge kommen müsse. Er selbst, so Lapp, wolle eben dieser Gesellschaft, die ihn so erfolgreich handeln ließ, etwas zurückgeben, deswegen könne »Hand-in-Hand« auf ausgeprägtes Engagement von seiner Seite rechnen beim Unterfangen, den Verein künftig im neuen Zeitfenster noch mal richtig stark aufzustellen.

Die vorherigen Mitglieder des kommissarischen Vorstands wurden alle in ihrem Amt bestätigt. Sven Schöning wurde als zusätzlicher Beisitzer in den Vorstand aufgenommen und wird weiter als Geschäftsführer für den Verein tätig sein.

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