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Hinter den Kulissen der Polizei

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Von: Barbara Czernek

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BAC_1199-1_120922_4c © Barbara Czernek

Der Tag der offenen Tür im Polizeipräsidium Mittelhessen war ein voller Erfolg. Laut Angaben der Polizei interessierten sich am Sonntag rund 25 000 Besucher für die facettenreiche Polizeiarbeit. Und die Beamten zeigten sich als Freund und Helfer.

Mit einem solchen Andrang hatte auch Polizeipräsident Bernd Paul nicht gerechnet: Knapp 25 000 Besucher kamen am Sonntag zum Tag der offenen Tür ins Polizeipräsidium Mittelhessen. Rekord. Schon am Vormittag waren sämtliche Parkplätze rund um das Präsidium im Schiffenberger Tal in Gießen belegt. »Diese überaus positive Resonanz zeigt, dass die Polizei einen sehr hohen Stellenwert genießt und sich großer Beliebtheit erfreut«, sagte Paul.

Zum vierten Mal öffnete das Präsidium zu diesem Anlass seine Pforten, um die große Bandbreite der polizeilichen Arbeit zu präsentieren. Es wurde ein Event, der sich sehen lassen konnte. Längst reichte das eigentliche Gelände nicht aus für die 45 unterschiedlichen Aktionen, auch auf der Zufahrtsstraße und auf dem Parkplatz des Möbelhauses Sommerlad waren Stände aufgebaut.

Verbrechensrate unter Durchschnitt

Bereits am Mittag war das Gelände gut gefüllt, die Besucher drängelten sich vor den Highlight. Schnell waren auch die Führungen ins Innere des Gebäudes ausgebucht, schließlich bekommt man nicht alle Tage Gelegenheit, eine Arrestzelle oder die Leitzentrale zu besichtigen. Rund 300 Personen hatten diesen besonderen Tag im Vorfeld wochenlang vorbereitet.

»Die Polizei ist keine schwarze Box für die Bevölkerung, und das wollen heute zeigen. Ich freue mich sehr, dass wir nach fast genau sechs Jahren unser mittelhessisches Präsidium wieder präsentieren können. Als Abschluss des hessischen Polizeisommers, der bereits in allen anderen sechs Präsidien stattfand, lädt das Polizeipräsidium Mittelhessen alle Bürgerinnen und Bürger zu diesem Tag ein«, sagte Paul zur Begrüßung.

Innenminister Peter Beuth wies darauf hin, dass die Region eine besonders sichere sei, die Verbrechensrate sei unterdurchschnittlich im Gegensatz zur Aufklärungsquote, die wiederum besonders hoch sei. Darauf könnten alle Mitarbeiter stolz sein. Gleichzeitig warb Beuth für die Polizei als attraktiven Arbeitsplatz. So hoffte er, dass man durch diesen Tag etliche Personen für diese Arbeit gewinnen könne. Die Polizei sei in der Region bestens verankert. Der in den 1970er Jahren kreierte Leitsatz »Die Polizei, dein Freund und Helfer« gelte noch immer.

Im Vergleich zum bislang letzten Tag der offenen Tür im Jahr 2016 wurde das Angebot deutlich erweitert. Besonders viel Zuspruch bekamen sämtliche Darbietungen auf dem Hubschrauberlandeplatz, der zur Aktionsfläche umfunktioniert wurde. So zeigte die Hundestaffel ebenso wie die Motorradstaffel ihr Können. Spannend war die Demonstration einer Festnahme mittels eines Tasers, bei dem jedoch humorvoll vorab darauf hingewiesen wurde, dass es nur eine Übung sein und man auf gar keinen Fall einen Taser mal »so eben bei seinen Kindern einsetzen« solle.

Live-Tatort aufgebaut

Lange Schlangen bildeten sich an den Ständen, an denen man einen Blick in die praktische Arbeit der Polizeibeamten werfen konnte, wie zum Beispiel in ein Einsatzfahrzeug oder beim Anlegen und Tragen einer Schutzweste. Vor allen Dingen wollten viele Kinder und Jugendliche ein Polizeimotorrad aus der Nähe sehen und für ein Foto darauf Platz nehmen. Auch die Kriminalistik samt Spurendienst war mit Live-Tatort vor Ort, bei dem sich die Besucher über die Einsatzmethoden informieren konnten, auch um die Unterschiede zu den Tatorten im Fernsehen auszumachen.

Nicht nur die Polizei konnte ihre vielfältigen Aufgaben darstellen, auch Vereine und Verbände wie der Weiße Ring, Wildwasser oder der Sozialdienst katholischer Frauen, die in der Prävention mit der Polizei kooperieren, waren vertreten. Und für die Kleinenlud die Puppenbühne zu »Kasperle und die Polizei« ein.

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BCZ_1080-1_120922_4c © Barbara Czernek
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