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Historic Grand Prix: Nicht nur fleißige Helfer freuen sich auf Rennsportereignis

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Gut gelaunt zeigt sich das große Helferteam des MSC Rund um Schotten vor dem 32. Schottenring Historic Grand-Prix an diesem Wochenende. © Stefan Weil

Die Woche vor dem Grand-Prix bedeutet für das Helferteam des MSC Rund um Schotten immer viel Arbeit. Ehrenamtlich versteht sich. Und nicht zuletzt werden dafür auch Urlaubstage geopfert.

Der Kurs im südlichen Stadtgebiet Schottens ist 1,4 Kilometer lang. Nur einmal im Jahr wird er zur Rennstrecke, ansonsten werden die Straßen, darunter ein Abschnitt der Bundesstraße 455, ganz normal von dem Verkehr genutzt.

Zweimal musste die Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Doch diesmal stehen die Ampeln auf grün. »Wir freuen uns, endlich wieder die Fans des historischen Motorradsports in Schotten auf dem einmaligen Stadtkurs begrüßen zu können«, sagt Wolfgang Wagner-Sachs, der langjährige Vorsitzende des Traditionsclubs MSC, der 1925 gegründet wurde.

Logistisches Zentrum bei den Vorbereitungen ist das Clubhaus (Englerhaus) in der Seestraße. Es liegt direkt am Rennkurs. »Wir sind ein gut eingespieltes Team. Jeder weiß, was er zu machen hat«, betont Veranstaltungssekretär Timo Neumann.

Seine Stimme wird bei den zahlreichen Läufen am Samstag und Sonntag (Beginn jeweils um 8 Uhr) als Streckensprecher zu hören sein, wenn er mit großer Fachkenntnis die Besucher mit vielen Informationen versorgt.

Vorbereitungen laufen seit Monaten

Natürlich sind die Vorbereitungen für Schottens größte Veranstaltung schon seit vielen Wochen und Monaten im Gang. Dazu gehören auch der Rückschnitt von Hecken und Sträuchern, der diesmal wegen der lang anhaltenden Dürre geringer als in den Jahren davor ausfiel.

Dazu kommen Mäharbeiten rund um den Kurs. Hier können die Teilnehmer ihre Quartiere aufschlagen. Genügend Platz gibt es auch für die Besucher. Einige waren bereits am Mittwoch angereist. Nicht mehr zur Verfügung steht das beliebte Moto-Camp auf dem Bockzahl.

Um die Sicherheit der Fahrer zu gewährleisten werden Strohballen benötigt. Jede Menge. Mehr als 5000 Stück, die von einem Landwirt aus Ober-Schmitten geholt und von Helfern der Schottener Sozialen Dienste in weiße Folie eingehüllt werden.

Die Schutzballen werden an den neuralgischen Punkten der Strecke verteilt. Dass jeder Ballen an seinem richtigen Platz sitzt, bevor der erste Motor aufheult, darauf hat Alexander Kämmer, der Leiter der Streckensicherung, ein wachsames Auge.

Zu den Aufbauarbeiten gehört auch das Aufstellen von 320 Bauzäunen und rund 200 Gittern, als Absperrung und zur Besucherleitung. Sie dienen zudem als Sichtschutz. »Wir haben enorme Kosten, beispielsweise für die Erfüllung der vielen Auflagen. Da ist es legitim, dass wir Eintritt verlangen müssen, sonst könnten wir trotz zahlreicher Sponsoren die Veranstaltung gar nicht durchführen«, so Wolfgang Wagner-Sachs.

Feuerwehr und Firmen unterstützen

Für das Fahrerlager sind Karlheinz Fleischer und Heiko Stürtz zuständig, die mit ihrem Helferteam alle notwendigen Aufbauten vornehmen. 58 Toiletten-Häuschen, davon zwei für behinderte Menschen, sind rund um die Strecke verteilt.

Dazu kommen noch sechs große Toilettencontainer sowie ein Duschcontainer eines regionalen Bauunternehmens. Sehr aufwendig ist auch die notwendige Beschilderung für den Verkehr, der durch die Schottener Innenstadt umgeleitet wird.

Dafür sind seit Jahren Ralph Ißleib und Oliver Habelt zuständig. Zwei Wochen Vorlaufzeit und zwei Tage Nacharbeit leisten sie dafür ehrenamtlich. »Eine professionelle Firma dafür zu beauftragen würde unseren Etat zu stark belasten«, so Timo Neumann, der auch Schatzmeister des Clubs ist.

Für den Transport der vielen benötigten Dinge wie der Strohballen stellen Schottener Firmen Fahrzeuge zur Verfügung. Viel Hilfe kommt auch von den Schottener Feuerwehren. Sie werden als Einweiser an den Parkplätzen und zur Besucherlenkung eingesetzt, helfen beim Streckenaufbau mit, leisten Brandschutz und besetzen die Kassen. Ihr Zeiteinsatz wird ihnen persönlich nicht vergütet. Dafür erhalten die Feuerwehrvereine eine finanzielle Zuwendung.

Besonderer Service des MSC: Die direkten Anlieger in der Seestraße, der Gederner Straße und im Taubenweg erhalten freien Eintritt zum Grand-Prix. Erster Höhepunkt der Veranstaltung ist am heutigen Freitagabend ab 18.30 Uhr die Fahrerpräsentation vor dem Clubhaus in der Seestraße.

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